Würzburg

70 Jahre Riesengebirgler Heimatkreis Trautenau

70 Jahre Riesengebirgler Heimatkreis Trautenau. Im Bild von links: Hans-Peter Dörr (1. Vorsitzender Ackermann-Gemeinde Bistum Würzburg), Hans Wimmer (Heimatortsbetreuer Klein-Aupa), Barbara Stamm (Landtagspräsidentin a.D.), Günther Rinke (Vorsitzender der Landsmannschaft der Oberschlesier Kreisgruppe Würzburg), Ehrenvorsitzender Werner Haase). Im Hintergrund das Trio „Veitshöchheimer Allerlei.
Foto: Wigbert Baumann | 70 Jahre Riesengebirgler Heimatkreis Trautenau. Im Bild von links: Hans-Peter Dörr (1. Vorsitzender Ackermann-Gemeinde Bistum Würzburg), Hans Wimmer (Heimatortsbetreuer Klein-Aupa), Barbara Stamm ...

Die heimatvertriebenen Riesengebirgler aus Trautenau und Umgebung, dem heutigen Trutnov in Tschechien trafen sich zum insgesamt  76. Heimattreffen in Würzburg. Das Treffen stand ganz im Zeichen des 70-jährigen Bestehens des Vereins mit Sitz in Würzburg.

Der Empfang im Ratssaal der Stadt Würzburg eröffnete den Festreigen. Im Namen der Stadt begrüßte Bürgermeister Adolf Bauer die Gäste und gratulierte zum 70-jährigen Bestehen und sagte der „Heimatkreis ist ein erfolgreicher Brückenbauer. Er hat Trautenau bzw. Trutnov in Würzburg bekannt gemacht, beispielsweise mit Auftritten beim „Frühling International“ und der Mainfrankenmesse.“

Wichtige Werte für Versöhnung

Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm hatte die Schirmherrschaft übernommen und sprach davon, „dass 70 Jahre Grundgesetz und jetzt auch 70 Jahre Heimatkreis wichtige Werte für Versöhnung vermitteln.“ 

Steffen Hörtler, der Leiter des „Heiligenhofs“in Bad Kissingen und Landesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft Bayern berichtet davon, wie in Unterfranken bei deutsch-tschechischen Begegnungen und Seminaren Verbindungen geknüpft und Freundschaften geschlossen werden.

Das Ehrenmitglied des Riesengebirgler Heimatkreises, Helmut Hiemer, skizzierte die reiche Geschichte der Stadt Trautenau in Böhmen. Besonders bewegt schilderte er, wie der erste Transport mit Heimatvertriebenen Riesengebirglern am 1. Februar 1946 in der kriegszerstörten Ruinenstadt Würzburg angekommen ist.

Zum Eröffnungskonzert des Mozartfests angereist, kamen der Trutnover Bürgermeister Ivan Adamec, sein Stellvertreter Tomáš Eichler und  die Koordinatorin für Internationales Michaela Dedkova zu einem Besuch in der „Riesengebirgsstube“ vorbei.

Igo-Etrich-Plakette für Gerhard Franke

Im „böhmischen“ Stadtteil Heidingsfeld schlossen sich Vorstandssitzung, Mitgliederversammlung und Mundartstunde mit Harald Richter an. Landtagspräsidentin Barbara Stamm beehrte die Riesengebirgler auch zum Festabend „70 Jahre Riesengebirgler Heimatkreis Trautenau“ mit buntem Programm. Dem Würzburger Altbürgermeister Gerhard Franke wurde krankheitsbedingt in Abwesenheit des Geehrten, die Igo-Etrich-Plakette des Heimatkreises verliehen.

Ehrenvorsitzender Werner Haase referierte über die Geschichte und Entwicklung des Vereins seit 1949 und der aktuelle Vorsitzende Wigbert Baumann aus Würzburg umriss die Zukunft des Heimatkreises als internationale Gesellschaft in Würzburg. Die „Riesengebirgsstube“ soll als deutsch-tschechisches Begegnungszentrum entwickelt werden.

Messfeier mit Pfarrer Regis Muschunje

Der Sonntag wurde eingeleitet mit einer Messfeier mit Pfarrer Regis Muschunje von den Marianhiller Missionaren. Konzelebrant war der Heimatpfarrer Karl-Heinz Fiedler, der auch anschließend das Totengedenken anhand des Nagelkreuzes von Coventry im Zeichen der Versöhnung über den Gräbern würdig gestaltete.

Während der zwei Tage wurde die Ausstellung „(Nicht) Gekommen, um zu bleiben ...“ des Heimakreises Braunau gezeigt, die aktuell in Rahmen der Städtepartnerschaft des oberfränkischen Forchheim und des Trutnov benachbarten Broumov entstanden ist.

Von: Wigbert Baumann, Vorsitzender Riesengebirgler Heimatkreis Trautenau

Heimatkreistreffens zum 70-jährigen Vereinsbestehen des Riesengebirgler Heimatkreis Trautenau.
Foto: Wigbert Baumann | Heimatkreistreffens zum 70-jährigen Vereinsbestehen des Riesengebirgler Heimatkreis Trautenau.
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