Randersacker

700 Unterschriften gegen neuen Steinbruch

Übergabe der Unterschirten für das Bürgerbegehren 'Kein neuer Steinbruch in Lindelbach' (von links): Stefanie Wierlemann, Michelle Orend, Michael Jäger, Bürgermeister Michael Sedelmayer, Joachim Pflaum, Helga Burkert und Matthias Henneberger.
Foto: Antje Roscoe | Übergabe der Unterschirten für das Bürgerbegehren "Kein neuer Steinbruch in Lindelbach" (von links): Stefanie Wierlemann, Michelle Orend, Michael Jäger, Bürgermeister Michael Sedelmayer, Joachim Pflaum, Helga Burkert ...

An nur einem Wochenende hat die Lindelbacher Bürgerinitiative gegen einen neuen Steinbruch 700 Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt. Übergeben wurden sie an die drei Randersackerer Bürgermeister Michael Sedelmayer, Stellvertreterin Helga Burkert (CSU) und zweiten Stellvertreter Matthias Henneberger (ödp).

Protest-Banner gegen einen neuen Steinbruch am Ortseingang von Lindelbach.
Foto: Antje Roscoe | Protest-Banner gegen einen neuen Steinbruch am Ortseingang von Lindelbach.

701 Unterschrift waren es genau, die Michael Jäger, Sprecher der Bürgerinitiative gegen einen neuen Steinbruch und Vorsitzender des gleichnamigen Vereins in Gründung dem Bürgermeister überreichte, zusammen mit den BI-Mitstreitern Stefanie Wierlemann, Michelle Orend und Joachim Pflaum. Weit mehr als die gesetzlich erforderlichen zehn Prozent wahlberechtigter Randersackerer Bürger hatten damit ein Votum abgegeben, das die Gemeinde in die Pflicht nehmen will – nämlich fast 25 Prozent, wie Sedelmayer überrascht feststellte. Überraschend auch, dass dies in so kurzer Zeit, an nur einem Wochenende mit drei Info-Ständen in Lindelbach und Randersacker geschafft wurde.

Bürgermeister: "Klarer Auftrag an die Politik"

Die zur Unterschrift vorgelegte Frage lautete: "Sind Sie dafür, dass Marktgemeinderat und Gemeindeverwaltung des Marktes Randersacker alle rechtlich zulässigen Maßnahmen ergreifen, um die Erteilung der Genehmigung für Errichtung und Betrieb eines Muschelkalk-Steinbruchs auf den im Regionalplan der Region Würzburg (2) ausgewiesenen Flächen CA 24,o ("Nordwestlich Lindelbach") und CA 36,o ("Nordwestlich Lindelbach") zu verhindern?" Bürgermeister Michael Sedelmayer sieht darin ein "sehr starkes Votum und einen klaren Auftrag an die Politik", wie er sagte.

Bürgermeister Michael Sedelmayer nimmt von BI-Sprecher Michael Jäger die Unterschiften zum Bürgerbegehren gegen einen neuen Steinbruch in Lindelbach entgegen. Im Hintergrund: Stefanie Wierlemann, zweite Bürgermeisterin Helga Burkert, Michelle Orend und Joachim Pflaum.
Foto: Antje Roscoe | Bürgermeister Michael Sedelmayer nimmt von BI-Sprecher Michael Jäger die Unterschiften zum Bürgerbegehren gegen einen neuen Steinbruch in Lindelbach entgegen.

Die Listen würden jetzt geprüft und dann dem Marktgemeinderat vorgelegt. Er gehe nicht davon aus, spekuliert Sedelmayer, dass es ein Ratsbegehren dagegen geben wird. Gleichwohl werde es in Kürze auch mit dem Antragsteller und den Fraktionssprechern ein Gespräch geben, wie es ein solches bereits mit der BI gegeben habe, schon im Sinne der Gleichbehandlung. Man pflege mit beiden einen offenen Umgang. Letztlich sei es auch nicht der Marktgemeinderat, der die über den Bauantrag für den Steinbruch entscheide. Dieser sieht auf einem rund zehn Hektar großen Gelände östlich vom alten Steinbruchgelände die Gewinnung von Muschelkalkquadern durch die Kirchheimer Natursteinwerke Seubert vor.

Aktive Bürgerinitiative: gut acht Wochen nach ihrer Gründung bespielt sie alle Informationswege vom Internet über die Anschlagtafeln bis zu großflächigen Protest-Bannern.
Foto: Antje Roscoe | Aktive Bürgerinitiative: gut acht Wochen nach ihrer Gründung bespielt sie alle Informationswege vom Internet über die Anschlagtafeln bis zu großflächigen Protest-Bannern.

Unterstützung auch aus Nachbarorten

Wie Michel Jäger erklärte, seien auch viele Menschen aus den Nachbarorten an den Ständen gewesen, um ihre Unterstützung zuzusagen. Es habe gute Diskussionen gegeben und natürlich auch Leute, die sagen "Warum nicht?". Auch wenn Jäger persönlich von 1000 Unterschriften als Ziel ausgegangen war, seien 700 Stimmen für das Bürgerbegehren "Keine Neuanlage eines Muschelkalk-Steinbruchs in Randersacker-Lindelbach" auch für die BI ein top Ergebnis. Man wolle sich einbringen, mit dem Marktgemeinderat und auch mit der Bevölkerung gut in Kontakt bleiben, so Jäger.

Das Bürgerbegehren wollte er unbedingt auch als ein Signal an den Landkreis und das Landratsamt verstanden sehen. Es müsse nicht zu einem Bürgerentscheid kommen, erklärte er. Die Bürgerinitiative bzw. der Verein hatten sich sofort mit Bekanntwerden des Bauantrags formiert und kommen zurzeit auf rund 210 registrierte Unterstützer.

700 coronakonform gesammelte Unterschriften gegen einen neuen Steinbruch in Lindelbach.
Foto: Antje Roscoe | 700 coronakonform gesammelte Unterschriften gegen einen neuen Steinbruch in Lindelbach.
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