UNTERPLEICHFELD

A 7-Ausbau bringt keine Erleichterung

Im Bild (von links): Michael Wild, Klaus Stuntz, Stephan Schäflein, Alois Fischer, Konrad Schlier und Peter Wagner. Foto: BI

Vertreter der Bürgerinitiative Verkehrsberuhigung und Ortsumgehung haben sich jüngst mit den Bürgermeistern der Gemeinden Unterpleichfeld (Alois Fischer), Bergtheim (Konrad Schlier) und dem zweiten Bürgermeister der Gemeinde Werneck (Stephan Schäflein) zum Gespräch getroffen, Thema: die Verkehrsbelastung für die Gemeinden durch die B19.

Die anstehenden innerörtlichen Baumaßnahmen in den Ortschaften Unterpleichfeld und Bergtheim werden dabei vom BI-Vorsitzenden Klaus Stuntz ausdrücklich begrüßt. Der schlechte Asphaltbelag, tiefer gelegte Kanaldeckel oder auch fehlende Querungshilfen sollen im Zuge dieser Modernisierungsmaßnahmen verbessert werden. Auch Kreisel werden vom staatlichen Bauamt geprüft und in Abstimmung mit den Gemeinden versucht, umzusetzen.

Die BI geht aber davon aus, dass diese Maßnahmen allein der Verkehrssicherheit dienen und keine spürbare Verkehrsentlastung für die Menschen in den betroffenen vier Ortschaften entlang der B19 bringen. „Die täglichen Fahrzeugmengen in den Ortschaften Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben sind von allen Beteiligten als untragbar aufgefasst worden“, heißt es in einer Pressemitteilung der BI. Im Gespräch mit den Bürgermeistern sei deutlich geworden, dass, sofern sich die Fahrzeugzahlen durch alle benannten Maßnahmen nicht entscheidend verbessern, alle Gemeinden grundsätzlich eine Ortsumgehung befürworten, so die BI.

Absage erteilt

Doch hat die bayerische Regierung einer Machbarkeitsstudie, welche eine mögliche Streckenführung hätte festlegen können, jüngst eine Absage erteilt. Das Verkehrsministerium begründet diese unter anderem damit, dass ein Ausbau der sechsspurigen Autobahn A7 zwischen Biebelried und Werneck eine spürbare Entlastung für die Gemeinden bringen würde. Die BI aber ist sich sicher, dass diese Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen werden. Ihre Meinung nach wird ein möglicher sechsspuriger Ausbau der A7 die Verkehrsmenge „aufgrund der in den nächsten Jahren stattfindenden Verkehrszunahme“ nicht verringern. Dies wurde vom staatlichen Bauamt in Würzburg so auch bestätigt, heißt es in der Pressemitteilung.

Zwar könnte sich der Lastwagenverkehr nach einer Bemautung der Bundesstraße sowie einer sechsspurigen Autobahn zumindest zu einem Teil wegverlagern. Es werde jedoch auch nach diesen Maßnahmen eine große Anzahl an Lastkraftwagen die Bundesstraße täglich befahren, da lokale Speditionsunternehmen und auch der Lieferverkehr die A7 nicht immer sinnvoll nutzen können, so die Bürgerinitiative.

MdL Hans-Jürgen Fahn, Stimmkreisbetreuer von Würzburg-Land, schreibt in einer Pressemitteilung zu dem Thema: „Nicht eine überlastete A 7 ist der einzige Grund für diese Situation, sondern die starke Nutzung der B 19 durch die Gewerbegebiete Estenfeld, Kürnach und Unterpleichfeld, wo der Schwerlastverkehr den direkten Weg durch die Ortschaften auf die A 70/71 sucht. Auch darf man die geplante Gewerbegebieterweiterung Unterpleichfeld und Kürnach nicht außen vor lassen, wobei gerade in Kürnach mehrere Logistikunternehmen ansässig sind.“

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