WÜRZBURG

A3-Ausbau: Benachteiligung der Bürger bemängelt

A3-Ausbau: Benachteiligung der Bürger bemängelt       -  So sieht es derzeit an der neuen Trasse der A 3 aus. THERESA MÜLLER
So sieht es derzeit an der neuen Trasse der A 3 aus. THERESA MÜLLER Foto: Foto:

In einem Offenen Brief wendet sich jetzt die Umwelt- und Gesundheitsinitiative Würzburg-Tunnel e.V. (BI) an den Präsidenten des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig. Sie möchte so auf die Auswirkungen richterlicher Urteile, besonders jenes des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. März 2011 zum A3-Ausbau bei Würzburg, auf die Bürger hinzuweisen, heißt es in einer Pressemitteilung der BI.

Nach Auffassung der BI seien mit dem Urteil von 2011 gegen den Bau des von ihr geforderten Autobahntunnels die elementaren Rechte der Bürger der Stadt Würzburg auf Unversehrtheit, Gesundheit und den Schutz ihres Lebensraumes missachtet worden.

Das Gericht hatte den Bürgern verwehrt, gegen die zu hohe Schadstoffbelastung durch den A3-Ausbau zu klagen. Diese „Präklusion“ habe der Europäische Gerichtshof inzwischen für rechtswidrig erklärt und so die Auffassung der BI untermauert, dass das damalige Urteil ein Fehlurteil gewesen sei, heißt es weiter.

Die BI beklagt unter anderem die ihrer Ansicht nach ungleiche Behandlung von Bürgern und Vorhabensträgern im Verfahren, in dem die Interessen der Autobahndirektion immer höher bewertet worden seien als der Rechtsschutz der Kläger. Schließlich vermisst die BI eine Beweisaufnahme durch das Gericht, wodurch die Bürger gezwungen seien, teure Gutachten vorzulegen, für die sie kein Geld haben und somit ihre Klage zurückziehen müssen - so geschehen in diesem Fall, heißt es in der Mitteilung.

Heute, nachdem der Trog immer mehr Gestalt annehme, sieht sich die BI in ihren Befürchtungen bestätigt, dass mit dieser zumeist offenen Ausbauvariante die Probleme der Lärm- und Schadstoffbelastung eher verstärkt und andere neu geschaffen würden. Genannt werden in der Pressemitteilung die Überschwemmungsgefahr in Heidingsfeld durch die Trogentwässerung in den Heigelsbach und die Auswirkungen der großflächigen Umweltzerstörungen entlang der Ausbaustrecke.

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