Estenfeld

Älteste Estenfelderin feierte 102. Geburtstag

Viele Gratulanten Frieda Weberbauer zu Frieda Weberbauers (sitzend) 102. Geburtstag (von links): Horst Röder,stellvertretender Kreisvorsitzender VdK, Rosi Schraud, Gerhard Eck, Friedbert Dittes, Eberhard Nuß, Andrea Wolf, Alexander Schraml und Werner Köhler. Foto: Guido Chuleck

Zu sagen, es hätte einen großen Bahnhof für Estenfelds älteste Einwohnerin Frieda Weberbauer gegeben, wäre eine Untertreibung. Der Speisesaal im Seniorenheim quoll regelrecht über von Gratulanten, allein schon die große Familie wollte der Senioren zum 102. Geburtstag gratulieren. Glückwünsche kamen von der Familie mit Sohn Josef, den drei Stiefkindern sowie den acht Enkeln, 13 Urenkeln und mittlerweile drei Ururenkeln.

Unter den Offiziellen war alles, was Rang und Namen hatte, angefangen bei Bürgermeisterin Rosi Schraud über Werner Köhler, Chef der AWO, über Friedbert Dittes und Landrat Eberhard Nuß bis hin zu Gerhard Eck, Staatssekretär im Innenministerium. Die Glückwünsche, die er von Ministerpräsident Markus Söder überbrachte, hätten persönlicher kaum sein können. "Er schaut immer wieder auf die Kalender der Kabinettsmitglieder, um zu schauen, wo die so überall sind", sagte Eck. Der 102. Geburtstag von Frieda Weberbauer sei ihm dabei besonders aufgefallen, weshalb er den Staatssekretär die Glückwünsche höchstpersönlich mit auf den Weg gegeben hatte.

Ihr Motto: "Ich bin fei noch net fort"

Angesichts der sehr fitten Frieda Weberbauer, die wie eine junge 80-Jährige wirkte, stellte sich Alexander Schraml, Vorsitzende im Kommunalverband, ernsthaft die Frage, ob er auch mal so alt werden könne. "Sie haben sich seit Ihrem 100. Geburtstag nicht verändert", stellte Schraml fest, "Sie stecken noch voller Lebensfreude und haben sich auf Ihren 102. Geburtstag sehr gefreut." Was die Pflegedienstleiterin Andrea Wolf am Rand der Feier bestätigte. "Sie zeigt keinerlei altersbedingte Ausfallserscheinungen, braucht noch kein Hörgerät und lebt bei uns sehr selbstbestimmt", sagte sie. Das bedeute, dass die Jubilarin selbst festlege, welche Angebote sie wahrnehmen wolle. Eine Brille übrigens bräuchte sie auch noch nicht, sagte Sohn Josef. "Sie ist unverwüstlich.". Ihr tägliches Motto: "Ich bin fei noch net fort."

Der Ortsvorsitzende des VdK, Friedbert Dittes, erinnerte das Geburtstagskind an ein Versprechen: "Sie hat mir zugesagt, dass sie 105 wird, also haben wir noch die nächsten Jahre was zu feiern". Dann hielt es Landrat Eberhard Nuß doch nicht aus. Obwohl die Offiziellen weitgehend auf Grußworte verzichten wollten ("Das soll eine Familienfeier bleiben", hatte Bürgermeisterin Rosi Schraud gesagt), berichtete er von zwei ähnlichen Geburtstagsfeiern mit Ü-100-Bürgern seines Gebietes. Beide Male hatte er ähnlich rüstige Senioren angetroffen, von denen sich eine beklagt hatte, dass der Landrat "schon jetzt" käme, "ich bin ja noch gar nicht hergerichtet".

Schwarzwälder Kirschtorte zum Ehrentag

Frieda Weberbauer stammt aus Herrnberg bei Scheinfeld in Mittelfranken. 1951 zog sie nach Estenfeld und lernte dort ihren späteren Mann Ludwig kennen, Witwer, von Beruf Tüncher und Vater dreier Kinder. Das Geburtstagskind hat bis zum 77. Lebensjahr gearbeitet. Sie war in der Landwirtschaft und als Putzfrau bei einem Arzt und in einer Bäckerei beschäftigt sowie 22 Jahre in der Metzgerei Wolz im Cateringservice tätig. Früher strickte sie viele Socken und Pullover und tanzte gern.

An ihrem Ehrentag gönnte sich das Geburtstagskind neben den Glückwünschen auch ihre geliebte Schwarzwälder Kirschtorte. "Man muss halt mit dem, was man hat, zufrieden sein", sagte Frieda Weberbauer in ihrer vom Sohn beschriebenen, typisch zurückhaltenden Art. Insgeheim aber dürfte sie die entspannte und fröhliche Atmosphäre regelrecht in sich eingesaugt haben.

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