WÜRZBURG

Ämterhochhaus: Nachbargebäude wird abgerissen

Die rechte Hälfte ist bald weg: Für das Nachbargebäude des Ämterhochhauses erteilte der Bauausschuss die Genehmigung zum Abbruch. Foto: Thomas Obermeier

Bewegung nach über zwölf Jahren Stillstand beim Ämterhochhaus Augustinerstraße 9: Die Stadträte im Bauausschuss gaben jetzt ihr Placet zum Abriss des Nachbargebäudes Nummer 11. Dessen Nachfolge-Bau soll zusammen mit dem ebenfalls neu geplanten Hochhaus-Turm innerlich eine Einheit bilden, äußerlich aber getrennt erscheinen. Wann das 87 Jahre Ämterhochhaus selbst abgerissen werden soll, ist noch nicht bekannt.

„Das Projekt ist auf dem richtigen Weg“ kommentierte Stadtbaurat Christian Baumgart die Pläne des Bauherrn, der Hans-Löffler-Haus-Augustinerstraße GmbH. Das neue Hochhaus soll den Namen des früheren Oberbürgermeisters Löffler tragen, in dessen Amtszeit das jetzige Baudenkmal der neuen Sachlichkeit entstand. Nach Erkenntnissen von renommierten Statikern sei das marode Hochhaus – das erste in der Stadtgeschichte – nicht mehr zu retten, erklärte Baumgart: „Weder mit vertretbarem noch unvertretbarem Aufwand.“ Durch das Expertenurteil fühlt sich der Stadtbaurat bestätigt. Er hatte nach der Räumung des Hauses im April 2005 aufgrund statischer Mängel von Anfang an für einen Abriss und Neubau plädiert – ganz im Gegensatz zu Denkmalschützern.

Durch die Abbruch-Erlaubnis des Nachbargebäudes ist noch nichts entschieden, was auf dem Areal Augustinerstraße 9-11 später stehen wird. Laut Baumgarts Ankündigung wird nach der Sommerpause ein Bebauungsplan aufgestellt, dem dann der Bauantrag folgt.

Neubau als Nachbau des Originals

Wie berichtet, soll an Stelle des alten Hochhauses ein Neubau ganz im Stil des Originals entstehen, daneben und dahinter ein Neubau – vor allem unter Berücksichtigung ökologischen Bauens. Die Nutzung: Wohnungen, Büros und Gastronomie.

Den ersten Entwurf hatte das Expertengremium Stadtbildkommission vor allem wegen zu massiver Baumasse und -höhe kritisiert. Die gewünschten Änderungen sollen in einem neuen Entwurf eingearbeitet sein. Das Projekt muss von der Kommission nicht mehr begutachtet werden. „Doch da sollte es noch mal ein Thema sein“, meint FWG-Stadtrat Josef Hofmann.

Der jetzt genehmigte Abriss der Nummer 11 soll im August beginnen – mit Hilfe eines Kranes, der hinter dem Hochhaus aufgestellt wird.

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