Kürnach

Ärztezentrum in Kürnach nimmt Konturen an

Das geplante Ärztehaus- und Dienstleistungszentrum mit barrierefreiem Wohnen in Kürnach nimmt erste Konturen an. Nachdem Bürgermeister Thomas Eberth bereits den Bauausschuss darüber informiert hatte, überließ er in der Ratssitzung am Donnerstagabend den Planern das Feld. Federführend ist die Firma allobjekt aus Würzburg, vertreten durch deren Geschäftsführerin Claudia Roth und dem Projektmanager Rainer Düsel. Mit im Planungsboot sitzt auch der Oralchirurg Dr. Etienne Loho.

Wie berichtet, sollen neben dem Edeka insgesamt sechs Gebäude entstehen: ein Ärztehaus, ein Dienstleistungszentrum und vier Wohnhäuser, in die Roth zwölf Wohnungen einplant. "Die Größe liegt zwischen zwei und vier Zimmern", sagte sie, "alles ist barrierefrei und somit auch für die ältere Generation sehr gut nutzbar." Zwei Häuser sind zwei Stockwerke hoch, zwei drei Stockwerke. Das passe sich gut in das natürliche Gefälle des Geländes ein. Düsel ging gar einen Schritt weiter und präsentierte eine allererste Idee, wie das Gebiet weitergeführt werden könnte, als Lückenschluss zur nächsten Wohnbebauung an der Pleichfelder Straße. "Darüber aber kann man in zehn, 15, 20 Jahren sprechen", mischte sich der Bürgermeister kurz ein.

Kein Lärm-, aber ein Parkplatzproblem

Viel greifbarer hingegen ist das ganze Zentrum, das im Flächennutzungsplan als "Gewerbemischgebiet" eingetragen ist. Worauf die Gemeinde wohl wird verzichten können, ist ein Lärmschutzgutachten, weil nicht mit Lärm zu rechnen ist. Womit dagegen schon zu rechnen sein dürfte, ist ein verkehrstechnisches Problem, auf das die zweite Bürgermeisterin Sieglinde Bayerl aufmerksam machte:

Die Zufahrt ist über die bereits bestehende Einfahrt zum Edeka vorgesehen: nach links zum Edeka, nach rechts ins Ärztezentrum. Das, so Ebert, werde wohl so betrachtet werden müssen, wie die Situation beim Lidl und dem gegenüberliegenden Aldi: "Es sind Zufahrten zu Privatgeländen, die Zufahrt zum Ärztezentrum ist eine gewidmete Straße, da dürften Edeka-Kunden keine Vorfahrt haben", sagte er, "das werden wir verkehrstechnisch prüfen lassen." Apropos Verkehr: in der Tiefgarage unter dem Ärztezentrum können 20 Stellplätze, auf dem Gelände selbst 40 Stellplätze entstehen, für Mitarbeiter und Patienten.

Viele Anfragen liegen vor, Kinderarzt noch gewünscht

Zur möglichen Belegung des Ärztezentrums liege den Planern schon eine ganze Reihe von Absichtserklärungen vor, so Dr. Loho. Neben ihm als Oralchirurg haben bereits eine Apotheke, ein Kieferorthopäde, ein Dental-Labor, eine Intensivpflege, eine Reha/Physio, ein Labormediziner ("Ein absolutes Plus", so Dr. Loho), ein Augenarzt, ein Hals-, Nasen- und Ohrenarzt, eine Allgemeinmedizinerin, ein Optiker und ein Hörgeräteakustiker erklärt, sich dort niederlassen zu wollen.

Gespräche laufen noch mit einem Gynökologen und einem Orthopäden. Ratsmitglied Manfred Dülk wünschte sich auch einen Kinderarzt und rannte mit diesem Wunsch bei den Planern und dem Bürgermeister offene Türen ein. "Wir haben schon jetzt ein gutes Portfolio, und es ist noch alles im Fluss", so Eberth. Ob diese Liste so bleibe, ob jemand abspringe oder jemand anders neugierig werde und sich ebenfalls melde, "das wird die nächste Zeit bringen".

Am Ende beschloss der Rat einstimmig, die nächsten Schritte einzuleiten. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Entwurfsplanung auf den Weg zu bringen, die Planer arbeiten intensiv weiter und sollen in einer der nächsten Sitzungen auch zu den Kosten etwas sagen können.

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