Würzburg

ARGE Freie Wohlfahrtsverbände traf sich mit Landrat Nuß

Die Vertreter der ARGE Freie Wohlfahrtspflege und der Landrat beim Treffen (vorne von links): Landrat Eberhard Nuß, Ulrike Hahn (AWO), Kathrin Speck (Paritätischer Wohlfahrtsverband), Stefan Weber (Caritas), (2. Reihe von links) Isabell Schumacher, Miriam Meder (Landratsamt), Andreas Schrappe (Diakonisches Werk) und (3. Reihe von links): Rainer Künzig, Thomas Huppmann und Bernhard Wallrapp (Landratsamt). Foto: Eva Schorno

Es ist Tradition, dass sich Landrat Eberhard Nuß mit den Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege (ARGE) zum jährlichen Austausch trifft, um soziale Problemlagen im Landkreis Würzburg zu beleuchten. 

Diesmal nahm das Thema der Wohnungsvermittlung für finanziell nicht gut gestellte Personen großen Raum ein, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Grundstücks- und Immobilienbörse des Landkreises war ein Ansatz, der wegen fehlender Angebote für bezahlbare Mietwohnungen keine Verbesserung der Lage bringt.

Konferenz geplant

Michael Dröse, Leiter der Kreisentwicklung, berichtete von einer für Januar 2020 geplanten Konferenz mit allen interessierten Landkreisgemeinden, an der Hans Maier, Verbandsdirektor des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen, teilnimmt. Dabei solle ausgelotet werden, wie der Landkreis die Gründung einer interkommunalen Wohnungsbauinitiative begleiten kann. Als Bauherr könne der Landkreis aus rechtlichen Gründen nicht auftreten, die Gemeinden oder Bauträger müssten aktiv werden, so Dröse.

Die Gemeinden der Allianz Fränkischer Süden haben bereits eine Erhebung durchgeführt, mit der Leerstände, drohende Leerstände und Baulücken erfasst wurden. Es zeigte sich, dass großes Potenzial an Wohnraum beziehungsweise Baugrundstücken vorhanden wäre. Auch die anderen Gemeindeallianzen im Landkreis bringen Leerstandskataster auf den Weg. Aktiv auf Hausbesitzer zuzugehen, die leerstehende Wohnung nicht vermieten, forderte Kathrin Speck vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Ulrike Hahn von der Arbeiterwohlfahrt wünscht sich Ansprechpartner in den Gemeinden für Vermieter, die Wohnungen anbieten wollen.

Optimierung des ÖPNV

Dass finanziell schwache Menschen nicht in stadtferne Gemeinden ziehen wollen, liegt nach Meinung der Wohlfahrtsverbände auch am Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Landrat Eberhard Nuß betonte, dass derzeit mit Hochdruck an einer Optimierung des ÖPNV gearbeitet werde. Verbesserte Taktverkehre, Angebote wie der Rufbus und ein Mobilitätskonzept gehören dazu.

Für die Mitarbeiter der Wohlfahrtsverbände ist ein guter ÖPNV zentral, um im ländlichen Raum wohnen und arbeiten zu können. „Hier sind auch die Arbeitgeber gefordert“, erklärte Alexander Schraml, Vorstand des Kommunalunternehmens des Landkreises. So würden die Senioreneinrichtungen des Landkreises Gebäude erwerben, um arbeitsplatznahe Wohnungen für Altenpfleger anbieten zu können.

Überlegungen zur Sozialplanung

Miriam Meder, Geschäftsbereichsleiterin Jugend, Soziales und Gesundheit am Landratsamt Würzburg, stellte die derzeitigen Überlegungen zu einer integrierten Sozialplanung für den Landkreis Würzburg vor, bei der voraussichtlich die Themen der Sozial- und Jugendhilfe sowie das Seniorenpolitische Gesamtkonzept von Stadt und Landkreis einbezogen werden sollen. Stefan Weber, von der Caritas Stadt und Landkreis Würzburg, wünschte sich, dass auch die ARGE Freie Wohlfahrtsverbände einbezogen werden.

Das Treffen mit der ARGE war das letzte in der Amtszeit von Landrat Eberhard Nuß, die am 30. April 2020 enden wird. Alle Beteiligten waren sich einig, dass dieser Meinungs- und Informationsaustausch auch in Zukunft beibehalten werden soll, so die Pressemitteilung.

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