Würzburg

Ab sofort in der Sparkasse: Bayerns beste Pressefotos

Die Ausstellung "Pressefoto Bayern 2018" zeigt noch bis 12. April außergewöhnliche Bilder – und damit den Unterschied zwischen "Knipsern" und professionellen Fotografen.
Thomas Höschler, stellvertretender Sparkassen-Gebietsdirektor, eröffnete die Ausstellung 'Pressefoto Bayern 2018', die ab sofort in der Sparkasse Mainfranken in der Hofstraße zu sehen ist.
Thomas Höschler, stellvertretender Sparkassen-Gebietsdirektor, eröffnete die Ausstellung "Pressefoto Bayern 2018", die ab sofort in der Sparkasse Mainfranken in der Hofstraße zu sehen ist. Foto: Patty Varasano

Die besten Arbeiten professioneller Pressefotografen aus dem vergangenen Jahr sind bis zum 12. April in der großen Schalterhalle der Sparkasse Mainfranken in der Hofstraße zu sehen: "Es ist beeindruckend, wie es Fotografen immer wieder gelingt, außergewöhnliche Momente im Bild festzuhalten", sagte Thomas Höschler, stellvertretender Sparkassen-Gebietsdirektor, bei der Eröffnung der Ausstellung "Pressefoto Bayern 2018".

Initiiert wurde der Wettbewerb um die besten Pressefotos des Freistaats vor 20 Jahren vom Würzburger Journalisten Rainer Reichert. Die Jury bekam in den letzten Jahren jeweils bis zu 1200 eingereichte Fotografien auf den Tisch, rund 800 waren es im vergangenen Jahr.

Trotz der Bilderflut ist die erste Auswahl häufig gar nicht so schwer, wie Michael Busch, der Vorsitzende des Bayerischen Journalistenverbandes (BJV), betonte: "In der ersten Runde verschwindet bereits ein großer Teil der Bilder, weil sie nicht gut genug sind." Laut Busch sind das in den meisten Fällen Bilder von schreibenden Redakteuren, die bei Terminen in Doppelfunktion auch fotografieren: "Auf dem Tisch bleiben die Bilder der Fotografen, weil sie sich durch technische Brillanz auszeichnen und eine Qualität haben, die sich offensichtlich von einem geknipsten Foto unterscheidet."

Professionelle Pressefotografen spielen eine wichtige Rolle

Busch betonte in diesem Zusammenhang die wichtige gesellschaftliche Rolle von Pressefotografen nicht nur in Bayern: "Es wäre fatal, wenn Medienhäuser irgendwann keine Pressefotografen mehr bestellen und alles im One-Man-Betrieb gemacht werden soll." Die kleinen, aber feinen Unterschiede zwischen den Arbeiten eines Knipsers und eines professionellen Fotografen dokumentiert die Ausstellung – angefangen von jubelnden Politikern der Grünen nach ihrem Erfolg bei der Landtagswahl über emotionale oder spektakuläre Momente im Sport bis hin zu düsteren Bildern aus dem ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz oder Hochglanz-Aufnahmen aus Marokko, mit denen der Würzburger Fotograf Paul Dittmann den Nachwuchspreis gewonnen hat.

Ein Pressefotograf dokumentiert, archiviert "und hält wichtige Momente fest, die der Gesellschaft mitgeteilt werden sollen. Ein ordentlich geführtes Bilderkonto bringt eine hohe Rendite", sagte Michael Busch in Anspielung auf den Ausstellungsort. Teil der umfangreichen Bilderschau sind auch die Siegerarbeiten des Wettbewerbs "Pressefoto Unterfranken 2018", bei dem die beiden Main-Post-Fotografen Patty Varasano und Thomas Obermeier zusammen gleich vier Auszeichnungen erhalten  haben.

Die Ausstellung, die von den Kunden der Sparkasse schon am ersten Tag gut angenommen wurde, zeigt laut Thomas Höschler fotografische Meisterleistungen: "Wir werden auf eine spannende Reise mitgenommen, die Aufnahmen sind vielfältig wie das Leben." Es ist übrigens die letzte Ausstellung in der alten Schalterhalle: Am 13. April wird nach Abschluss der Umbauarbeiten das neue Beratungszentrum der Sparkasse Mainfranken in der Hofstraße mit einem Tag der offenen Tür eröffnet.

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