WÜRZBURG

Abschluss der Aktionswoche „Würzburg liest ein Buch“

Die AG-Würzburg liest mit den Preisträgern des Schreibwettbewerbs (von links). Hintere Reihe: Rainer Appel, Wolfgang Salomon, Matthias Chrobok, Jörg Nellen, Martin Menner, Daniel Osthoff. Vordere Reihe: Elisabeth Stein-Salomon, Ulrike Schäfer, Regine Frisch, Christine Hidringer (2.Preis), Oliver Etzkorn (1.Preis), Bürgermeister Ernst Joßberger. Nicht im Bild der Drittplatzierte Johannes Jung. Foto: AG Würzburg Liest

Dass der Abschluss der Aktionswoche „Würzburg liest ein Buch“ am Sonntag in Güntersleben im Landkreis stattfand, dafür gab es gute Gründe. Zum einen fand jede fünfte der 106 Veranstaltungen in der Aktionswoche fand im Landkreis und der Region statt. Und außerdem die Erzählung „Der Aufruhr um den Junker Ernst“ von Jakob Wassermann, um die es in der Lesewoche ging, an entscheidender Stelle in der Vorortgemeinde.

„Es begann an einem Sommerabend ...“ als Junker Ernst, der Held der Geschichte, in „Günthersleben“ einen Hühnerdieb mit einer fantasievollen Erzählung rettet. Und Pater Ignatius Gropp, dem der Autor in seiner Novelle eine finstere Rolle als Hexenverfolger zuweist, hat als historische Person in Güntersleben elf Jahre bis zu seinem Tod als Pfarrer gewirkt. Der Historiker Gropp schrieb 1748 die vierbändige „Wirtzburgische Chronik der letzten Zeiten“, in der er sich wenig kritisch mit den Hexenverfolgungen 200 Jahre vor ihm auseinandersetzte. Nach ihm ist die Günterslebener Grundschule benannt. „Wir werden uns dieses Jahr noch einmal wissenschaftlich mit Gropp beschäftigen“, sagte daher Bürgermeister Ernst Joßberger bei der Abschlussveranstaltung.

Gründe genug jedenfalls für den Schauspieler Martin Menner, in Güntersleben einen Schreibwettbewerb anzuregen, an dem man sich überregional beteiligen konnte. „Wer scheibt die schönste Junker-Ernst-Geschichte?“ war das Wettbewerbsthema. Und Grund genug für den Bürgermeister Joßberger, eine Festveranstaltung im städtischen Maßstab anlässlich der Preisverleihung dieses Wettbewerbs auszurichten.

„Bei der Auftaktveranstaltung stand Würzburg im Mittelpunkt, der Abschluss mit der Ehrung der Sieger des Schreibwettbewerbs findet in unserer Landkreisgemeinde statt“, so Joßberger. Der Schreibwettbewerb, der von der VR-Bank und der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH gesponsort wurde, regte 18 Einsendungen an. „Wir waren vom Umfang und der Qualität völlig überrascht“, so Martin Menner. Darunter waren auch drei Kinder, Clemens Hauck, Aniela Pfitzner und Niklas Selbach, die im Kreis der Erwachsenen besonders lobend erwähnt wurden.

Es siegte Oliver Etzkorn mit dem Text „Das blinde Edelfräulein Margarete“. Der Obersulmer Gymnasiallehrer reist mit seiner Familie gerne durch Franken. Er hat Motive der Märchen, mit denen Junker Ernst im Roman seine Zuhörerschaft begeistert, mit Güntersleben und der Region verknüpft. Das blinde Edelfräulein Margarete wird in seiner Version durch die Kraft des Erzählens „sehend“. Etzkorn wurde von Würzburg liest-Plakaten und Flyern in Ochsenfurt inspiriert, sich zu bewerben.

Weitere Preise gingen an Christine Hidringer aus Winterhausen und Johannes Jung aus Unterdürrbach. Alle Teilnehmer erhielten Urkunden aus der Hand Joßbergers und der Vorsitzenden der AG Würzburg liest, der Würzburger Buchhändlerin Elisabeth Stein-Salomon. Zur Jury gehörten die Leiterin des Würzburger Fachbereichs Kultur Sybille Linke, die Pressesprecherin des Landratsamtes Eva-Maria Schorno, der Fachbereichsleiter der Stabsstelle beim Landratsamt Michael Dröse, die Leiterin der Günterslebener Bücherei im Lagerhaus Barbara Seidenspinner und der Leiter Corporate Communications bei Vogel Business Media Gunter Schunk zusammen.

Offiziell ist die Aktionswoche jetzt beendet, weitere Veranstaltungen finden aber noch bis August statt.

Informationen gibt es unter www.wuerzburg-liest.de.

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