Rodheim

Abwasser und Geschwindigkeit beschäftigen Bürger

Bürgermeister Michael Pfanzer (rechts) informierte die Bürger in Rodheim über die Vorhaben der Gemeinde. Foto: Gerhard Krämer

Die Gemeinde Oberickelsheim wird bald keine eigenen Kläranlagen mehr betrieben, sondern ihr Abwasser über Hopferstadt nach Winterhausen leiten und somit dem Abwasserverband Ochsenfurt beitreten. Das verursacht erhebliche Kosten. Deshalb kamen auch rund 30 Bürger zur gut besuchten Versammlung im Ortsteil Rodheim. 

Bürgermeister Michael Pfanzer rechnet damit, dass die prognostizierten Kosten auch erreicht werden. Die Arbeiten seien aber noch nicht vergeben. Derzeitige Ausschreibungsergebnisse lassen ihn hoffen, dass es nicht teurer werde. Zudem gebe es eine gute Förderung.

Was man bei den Kosten bei der Ortsdurchfahrt in Oberickelsheim unterschätzt habe, seien die Kosten für die Entsorgung gewesen. Denn der Teergehalt in den oberen Schichten, aber auch der Salzgehalt – wegen der Flüssigsalzstreuung im Winter – in den unteren Bereichen habe den Erdaushub zu Sondermüll gemacht. Die Deponierung war dann auch ein weiteres Thema.

Oberickelsheim hat keine eigene Deponie mehr. Da der Landkreis nun die Uffenheimer Deponie besitzt, könne dorthin gefahren werden. Dort müsse ein dreiseitiges Formular ausgefüllt werden, beklagte ein Bürger. Pfanzer verdeutlichte, dass die "Zeiten mit fünf Mark je Fuhre" vorbei seien. "Es wird teurer", kündigte er an.

Zum Thema Abwasser erläuterte der Bürgermeister noch den Verlauf der Pumpleitungen von Oberickelsheim nach Geißlingen, von Rodheim nach Geißlingen und von Geißlingen nach Hopferstadt. Die Leitungen haben keinen geradlinigen Verlauf, weil man auf öffentlichen Grund verlegen wolle. Lediglich zweimal seien Privatgrundstücke tangiert.

Allerdings warte die Gemeinde noch auf die Genehmigung durch das Wasserwirtschaftsamt. Die lange Dauer des Verfahrens sei der derzeitigen engen Personalsituation dort geschuldet.

Ein Bürger wollte wissen, ob im vorgesehenen Baugebiet in Rodheim auch Auswärtige bauen dürften. Pfanzer sah da kein Hindernis, wenn jemand neu in die Gemeinde ziehen wolle. Schließlich wolle man die Einwohnerzahl halten. Zehn Bauplätze könnten entstehen, vier weitere in Geißlingen dazu kommen. Auch für Oberickelsheim gebe es Überlegungen.

Auch die Alte Schule war Thema bei den Bürgern. Dort hatte der Gemeinderat eine Nutzung als Unterkunft für Mitarbeiter einer Firma abgelehnt. Vom Landratsamt habe er bislang keine Mitteilung über den aktuellen Stand bekommen. "Ich warte noch auf Antwort", erklärte Pfanzer. Kontrollen hätten wohl ergeben, dass mehr Räume als geplant bewohnt würden und dass mehr Personen als vorgesehen dort wohnen würden.

Geäußert wurde auch Wünsche nach einem Defibrilator in der Gemeinde und nach Geschwindigkeitskontrollen. Zu letzteren meinte Pfanzer, dass die Gemeinde ein eigenes Messgerät habe, das derzeit an die Nachbargemeinde Gollhofen verliehen worden sei. Das Gerät solle aber auch in Rodheim eingesetzt werden.

In Geißlingen hätten Messungen ergeben, dass unter 20 Prozent der Fahrzeuge zu schnell gewesen seien. Ein Fahrzeug sei jeden Tag zur gleichen Zeit mit Tempo 85 innerorts registriert worden, was zu einem Tipp an die Polizei geführt habe. "Jetzt fährt er nicht mehr so schnell – wenn er noch fährt", meinte der Bürgermeister.

Das Gerät zähle auch die Fahrzeuge. In Oberickelsheim führen an Werktagen 8300 bis 8400 Fahrzeuge durch den Ort. Samstage und Sonntage entsprächen zusammen etwa einen Werktag.

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