GERBRUNN

Actionfoto-Workshop im Gerbrunner Jugendzentrum

Der bebilderte Witz: Vollen Körpereinsatz zeigt Fotografin Josefine. Alexandra (rechts vorne) gibt Jolina und Milena Reg... Foto: Baumeister

Dass Neun- bis Elfjährige vormittags im Jugendzentrum in Gerbrunn (Juz) zugange sind, ist in den Ferien normal. Das jedenfalls berichtet Alexander Nickel-Hopfengart, der Leiter des Juz. Schon lange bieten die Juz-Verantwortlichen für die Acht- bis 14-Jährigen im Ort regelmäßige Ferienaktivitäten, oft auch im Juz an. „Für die Kinder, um mal hereinzuschnuppern, aber natürlich auch für die Eltern, die ihren Nachwuchs ein paar Stunden gut untergebracht wissen.“

Weil es in den ersten beiden Ferienwochen jeweils auf dem Ferienspielplatz der AWO Programm gibt, spart das Juz diese Wochen mit seinen Aktivitäten für Kinder aus und bietet lediglich etwas für Jugendliche. Unterstützung durch eigene Angebote in den Ferien gibt es außerdem von der örtlichen DLRG und dem Tennisclub.

„Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der jüngeren Zielgruppe gemacht“, sagt Nickel-Hopfengart. Während die Älteren, einfach nur froh sind, abends ins Juz kommen können, nehmen die jüngeren das Aktionsprogramm dankbar an – und bleiben nicht selten als Nutzer „kleben“.

„Wir erleben es immer wieder, das übers Ferienprogramm neue Nutzer den Weg zu uns finden.“

Für die sieben Neun- bis Elfjährigen, die sich an Montag von zehn bis 13 Uhr in den Räumen im Untergeschoß der Eichendorffschule zum Actionfoto-Workshop versammelt haben, sind solche Überlegungen nebensächlich. „Es klang einfach toll, was gemacht wird“, benennt die bald 13-jährige Milena ihren Grund fürs Mitmachen. „Genau: Vor allem die Sprungfotos sind bestimmt echt cool“, stimmt Josefine (9) zu.

Die allerdings stehen erst am Ende des Vormittags. Christoph Kirchner, selbstständiger Film- und Medienproduzent aus Würzburg, leitet den Workshop, assistiert von Linda Williges (25 Jahre), einer Mitarbeiterin im Juz. Nach ein paar Spielen zum Kennenlernen und wenigen technischen Instruktionen geht es gleich in die Praxis. Es gilt, in zwei Gruppen einen Witz zu bebildern.

In neun Fotos sollen die Kinder die Geschichte von Fritzchen und der Oma erzählen, die ihrem Enkel verbietet, etwas von der Straße aufzulesen und als sie selbst hinfällt, Opfer ihres eigenen Verbotes wird.

Gemischte Gruppen sind doof

Gemischte Gruppen wie sie Kirchner vorschlägt, finden die Teilnehmer doof. Also machen sich die vier Mädchen und drei Jungs nach Geschlechtern getrennt an die Arbeit. Statt Fritzchen ist also Fritzinchen und statt der Oma in einem Fall der Opa unterwegs. Ansonsten zeigen alle sieben Jungfotografen viel Kreativität. Wie selbstverständlich achten sie auf Hintergrund, Bildausschnitt und wechselnde Perspektiven. Auch die einzelnen Aufgaben werden schnell und ohne Streit untereinander verteilt.

Moritz (11) drückt den Auslöser, Fabian (10) schlüpft in die Rolle des Fritzchens, Tizian (11) schnappt sich Gießkanne und Stock und wird mit gebeugtem Rücken zum täuschend echten Opa.

Bei den Mädels zieht sich Milena das Oma-Kopftuch über und geht mit Enkelin Jolina (12) spazieren. Josefine betätigt – mit vollem Körpereinsatz größtenteils am Boden liegend – den Auslöser des Fotoapparates, Alexandra (10) agiert als Regisseurin.

Nachdem alle die Ergebnisse der Fotosessions gemeinsam bewundert haben, geht es im abgedunkelten Raum weiter mit langzeitbelichteter Lichtmalerei per Taschenlampe. Zum Abschluss sind, nicht nur für Josefine, die Sprungfotos dran.

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