WÜRZBURG

Africa Festival: Zur Eröffnung kommt der Bundespräsident

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im November 2017 mit Schülern der „Amadu Bansang Jobarteh School of Music”vom Sona Jobarteh in Gambia in Westafrika.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im November 2017 mit Schülern der „Amadu Bansang Jobarteh School of Music”vom Sona Jobarteh in Gambia in Westafrika. Foto: Jesco Denzel

Wenn sich am Fronleichnamstag um 11 Uhr die Tore des Africa Festivals auf den Mainwiesen unterhalb der Würzburger Talavera öffnen, erwartet Festivalchef Stefan Oschman in den vier Tagen des Festivals wieder bis zu 80 000 Besucher. Eröffnen wird die 30. Auflage des größten Festivals für afrikanische Kultur und Musik in Europa in diesem Jahr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Eröffnungszeremonie im Havana Club

Die Eröffnungszeremonie im Havana Club für geladene Gäste beginnt um 17 Uhr. Weil das Interesse daran so groß war, wird die Zeremonie in diesem Jahr erstmals mittels einer LED-Leinwand auf der Offenen Bühne für jedermann übertragen, berichtete Stefan Oschmann jetzt bei einem Pressegespräch auf dem Festivalgelände. Nach einer kurzen Rede des Bundespräsidenten werden die diesjährigen Preisträger des Festival Awards ausgezeichnet. Dann wird Steinmeier mit der afrikanischen Kora-Künstlerin Sonah Jobarteh aus Gambia eine Podiumsdiskussion bestreiten. Das Thema: Perspektiven in Afrika?!

Schule für traditionelle gambische Musik

Sonah Jobarteh betreibt in Brikama in Gambia eine Schule für traditionelle gambische Musik, die „Amadou Bansang Jobarteh School of Music“, die der Bundespräsident während seiner Afrikareise im vergangen November zusammen mit Stefan Oschmann besucht hat. Jobarteh wird auch am Sonntag mit ihrer Kora, eine mit beiden Händen gezupfte westafrikanische Stegharfe, im großen Zirkuszelt zu hören sein.

Bereits am Donnerstag um 15 Uhr wird das Weinzelt am Main eröffnet, das es in diesem Jahr nach einer Pause wieder geben wird. Zur Eröffnung werden Vertreter der drei Weingüter kommen, deren Tropfen dort ausgeschenkt werden, und ihre Güter vorstellen. Das sind die Weingüter Thandi und Cape Dreams aus Südafrika sowie das Weingut am Stein aus Würzburg.

Afro-Groove mit sehenswerter Akrobatik

Auch eine Absage musste Oschmann verkünden. Sidiki Diabaté, der am Donnerstag um 13 Uhr auf der Offenen Bühne das Programm eröffnen sollte, hat abgesagt. An seiner Stelle werden Adesa auftreten. Sie bieten mit 13 Künstlern ghanaischen Afro-Groove gepaart mit sehenswerter Akrobatik, kündigte Oschmann an. Wer früh kommt, kann sich freuen: „Die ersten 100 Besucher am Donnerstag bekommenen eine Africa Festival Tasche, damit sie ihre guten Erinnerungen darin mit nach Hause nehmen können“, so Oschmann.

20 000 Getränkebecher und 36 Zapfhähne

Seit zwei Wochen wird das Festival zwischen der Friedensbrücke und der Brücke der Deutschen Einheit bereits aufgebaut, berichte David Limmer, technischer Leiter des Festivals. 360 Quadratmeter Bühnenfläche und über 100 Zelte wurden auf den sechs Hektar Mainwiesen aufgebaut, rund 2,5 Kilometer Zäune umgeben das fast eine Kilometer lange Gelände auf dem 400 Biertischgarnituren auf hungrige und durstige Besucher warten. Dafür stehen 20 000 Getränkebecher und 36 Zapfhähne bereit, so Limmer weiter.

Geboten wird bis zum Sonntag ein buntes Programm aus afrikanischer Musik und Kultur auf der Offenen Bühne und im Zirkuszelt, mit Kinofilmen im Arte-Kinozelt, Podiumsdiskussionen, Kinderunterhaltung, afrikanischem Essen und allabendlicher Disco im Havana-Club. Geöffnet ist das Gelände von Donnerstag bis zum kommenden Sonntag täglich ab 11 Uhr.

Wenige Restkarten für die Abendkonzerte an der Tageskasse

Das 30. Africa Festival findet wie gewohnt auf den Talavera Mainwiesen in Würzburg statt. Die Doppelkonzerte an den vier Abenden sind ausverkauft, kleine Restkontingente an Karten (40 Euro) gibt es noch an der Tageskasse. Sie öffnet am Donnerstag um 11 Uhr.

Im Zirkuszelt treten abends auf: Fatoumata Diawara und Manu Dibango (Donnerstag), Lokua Kanza und Angelique Kidjo (Freitag), Habib Koité und Hot Water (Samstag), Sona Jobarteh und Alpha Blondy (Sonntag).

Gelände öffnet täglich um 11 Uhr

Wer nur aufs Gelände will, zahlt acht Euro pro Tag – ermäßigt sechs Euro. Vier Tage kosten 28 Euro, eine Familienkarte 25 Euro pro Tag. Kinder unter zwölf Jahren sind frei. Das Gelände mit Basar, Offener Bühne und Rahmenprogramm (Kinderprogramm, Podiumsdiskussionen, Kinozelt, Uni-Zelt, Handwerkermarkt, Modenschauen, Weinzelt) ist täglich von 11 bis 23 Uhr geöffnet. Der Zugang ist auch über den Nebeneingang an der Mainaustraße möglich (hier meist kürzere Wartezeiten an den Kassen).

Im Zelt der Universität Würzburg werden in diesem Jahr die vielfältigen Beziehungen der Uni über Projekte und Forschungsarbeiten zum afrikanischen Kontinent vorgestellt.

Kultursender Arte wieder mit eigenem Kinozelt

Zum zehnten Mal ist der Kultursender Arte mit einem eigenen Kinozelt auf dem Festivalgelände vertreten. Dort wird an den Abenden in diesem Jahr eine Art „Best Of“ gezeigt – mit Dokumentarfilmen über bekannte Musiker wie Miriam Makeba, oder Youssou N'Dour, die in der Vergangenheit ebenfalls beim Festival aufgetreten sind.

 

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