Würzburg/Schweinfurt

Aggressive Badegäste: Wie sicher sind Mainfrankens Freibäder?

Wenn die Temperaturen steigen, erhitzen sich auch schnell die Gemüter. In mehreren deutschen Bädern kam es zuletzt zu Handgreiflichkeiten. So ist die Lage in der Region.
In Mainfrankens größtem Freibad, dem Dallenbergbad in Würzburg, gab es in der laufenden Badesaison neun Polizeieinsätze. Foto: Daniel Peter

Saarlouis, Düsseldorf, Kehl, Mannheim, Stuttgart, München. Zuletzt häuften sich Meldungen über Streit, Ausschreitungen und Randale in deutschen Freibädern – teilweise mit Hunderten Beteiligten. In der Region ist es unterdessen ruhig, wie eine Anfrage dieser Redaktion bei der Polizei ergab.

Die Freibäder in Unterfranken "stellen weder einen Einsatzschwerpunkt noch anderweitig aus polizeilicher Sicht eine besondere Auffälligkeit im Vergleich zur allgemeinen Sicherheitslage" in der Region dar, erklärt Enrico Ball, Sprecher am Polizeipräsidium. Eine Abfrage bei den Polizeiinspektionen Würzburg-Stadt, Aschaffenburg und Schweinfurt habe diese Einschätzung bestätigt, so Ball weiter.

Generell werden "Einsätze in Freibädern" nicht gesondert in der Polizeistatistik ausgewiesen, was eine flächendeckende Erhebung konkreter Zahlen schwierig macht. Eine Stichprobe für das größte Freibad Mainfrankens, das Würzburger Dallenbergbad, habe allerdings gerade einmal neun Polizeieinsätze seit dem 1. April 2019 ergeben. "Dabei handelte es sich lediglich in einem Fall um eine Körperverletzung", sagt Ball.

Insgesamt habe die Polizei in Unterfranken in den vergangenen fünf Jahren in Schwimmbädern 167 Straftaten aus den Bereichen "Gewalt gegen Personen" und "Sexualdelikte" registriert. Eine Trennung zwischen Freibädern und Hallenbädern sei hier jedoch nicht möglich. Ebenso sei zu beachten, "dass nicht jede Straftat zwangsläufig einen Polizeieinsatz nach sich ziehen muss".

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