Würzburg

Alle Stadtteil-Bibliotheken sollen ein "Dritter Ort" werden

Die neue Stadtteilbibliothek am Hubland stößt auf großes Interesse. Sowohl bei den Nutzern als auch bei Fachleuten. Jetzt will Büchereileiterin Anja Flicker mehr.
Alles sieht ein bisschen improvisiert aus in der neuen Stadtteilbibliothek am Hubland, aber genau so soll es auch sein.
Alles sieht ein bisschen improvisiert aus in der neuen Stadtteilbibliothek am Hubland, aber genau so soll es auch sein. Foto: Johannes Kiefer

Oberbürgermeister Christian Schuchardt war so begeistert von derneuen Stadtteilbücherei am Hubland, dass er schon bei derenEröffnung am 31. Maidie Zielvorgabe ausgab, in den nächsten Jahren sowohl die Zentrale der Stadtbücherei im Falkenhaus, als auch die anderen Stadtteilbüchereien in sogenannte "Dritte Orte" umzuwandeln. Der "Dritte Ort" ist das Grundprinzip der neuen Hubland-Bibliothek im ehemaligen Tower. Darunter versteht man einen weiteren Aufenthaltsort neben dem Arbeitsplatz und der Wohnung.

Die Leiterin der Stadtbücherei, Anja Flicker, macht jetzt ernst damit, den Wunsch des Oberbürgermeisters in die Realität umzusetzen. Im Schul- und Kulturausschuss stellte sie ein bundesweites Förderprogramm vor, aus dem sie sich 50 000 bis 200 000 Euro erhofft, um einen Entwicklungsplan für alle anderen Bücherei-Zweigstellen zu entwerfen. 

Bibliotheksleiterin Flicker will weitere Standorte entwickeln

Mit der Hubland-Bibliothek habe die Stadtbücherei ein neues Kapitel aufgeschlagen, berichtete die Bibliotheksleiterin den Ausschussmitgliedern. "Wir wollen aber nicht beim Hubland stehen bleiben, sondern auch andere Standorte entwickeln", verkündete Flicker. 

Sie widersprach auch der These, dass keine Bücher mehr gelesen würden. Gerade im Bereich Kinder- und Jugendbuch stiegen die Ausleihzahlen in den Bibliotheken an. Und von 790 Veranstaltungen der Würzburger Stadtbücherei im letzten Jahr seien 454 an Kinder und Jugendliche gerichtet gewesen.

Neue Bibliothek stößt auf großes Interesse

Was nun die neue Stadtteilbibliothek am Hubland angehe, habe diese von ihren Nutzern bereits die Bezeichnung "TowerBib" bekommen. Die Neugierde sei von Beginn an groß gewesen, und schon am Eröffnungstag zählte man rund 2000 Besucher. Knapp eineinhalb Monate nach dem Start gebe es in der Bibliothek bereits mehrere Stammkunden. Das neue Vorzeigeprojekt "funktioniert super und wird gut frequentiert", zog Anja Flicker eine erste Zwischenbilanz.  Fast wöchentlich kämen Bibliothekare aus ganz Deutschland, um sich ein Bild von der Hubland-Bibliothek zu machen.  

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