UNTERPLEICHFELD

Als schlagkräftige Gruppe gegen Lärm und Gestank kämpfen

Hinweisschild an der B 19 auf die neue Homepage der Bürgerinitiative. Foto: Irene Konrad

Jetzt reicht es: Einige Männer und Frauen aus Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben wollen eine Umgehungsstraße für ihre Dörfer – so wie es schon jahrzehntelang geplant ist. Sie soll endlich in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Nach dem Vorbild der Bürgerinitiative gegen Stuttgart 21 und mit Blick auf Umgehungsstraßen für Biebelried, Randersacker, Giebelstadt und demnächst für Prosselsheim sind sie überzeugt, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger etwas bewegen können.

Am Samstag, 19. Oktober, ist im Unterpleichfelder Pfarrheim die Gründung einer Bürgerinitiative geplant. In den einzelnen Dörfern gibt es seit langem schon Aktive und Vereine, die sich des Verkehrsproblems auf der Bundesstraße annehmen. Sie sollen nun zu einer schlagkräftigen Gruppe zusammen geführt werden, um „die Lebensqualität in unseren Dörfern zu verbessern“.

„Wir sind gerade dabei, uns zu formieren“, zeigt sich Peter Wagner aus Opferbaum kämpferisch. Bis zur Gründungsversammlung der Bürgerinitiative soll die neue Homepage www.ortsumgehung.info weiter mit Inhalten gefüllt werden. Zudem werden Schilder aufgestellt, Studien begutachtet, Aussagen der Ämter gesammelt, Verkehrszählungen und Prognosen ausgewertet und örtliche Politiker für das Thema sensibilisiert.

Michael Wild aus Unterpleichfeld und Walter Stiller aus Bergtheim gehören zu den treibenden Kräften der überörtlichen Bürgerinitiative. Beide wohnen direkt an der B 19 und können vom Lärm, dem Feinstaub und der Verkehrssicherheit ein Lied singen. Zwar besteht seit Januar 2007 für die Ortsdurchfahrten Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum, Eßleben und Werneck ein Verbot des Durchgangsverkehrs für Lkw mit einem Gesamtgewicht von über zwölf Tonnen. Aber die betroffenen Anwohner sind überzeugt, dass etliche LKW-Fahrer dennoch die B 19 statt der Autobahn benutzen, um Mautgebühren zu sparen.

Die Initiatoren beklagen fehlende Kontrollen des LKW-Verbots. Außerdem darf bei einem Stau auf der Autobahn A 7 jedes Fahrzeug durch ihre Dörfer fahren. 2010 wurden an der Zählstelle in Bergtheim 12 235 Fahrzeuge innerhalb von 24 Stunden gezählt. 788 davon waren Lkw. Die Prognose des staatlichen Bauamts Würzburg für das Jahr 2020 beträgt 17 400 Fahrzeuge pro Tag.

Bei einem Sondierungstreffen am 9. September in Unterpleichfeld war auch Bürgermeister Fredy Arnold anwesend. „Wir wollen eine Ortsumgehung, um vor allem bei Staus auf der Autobahn oder beim Wochenend-Pendlerverkehr eine Verkehrsentlastung zu erhalten“, sagt er.

Die Gründungsversammlung der Bürgerinitiative Ortsumgehung ist am Samstag, 19. Oktober um 20 Uhr im Pfarrheim Unterpleichfeld, Hauptstr. 8.

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