WÜRZBURG

Am Wahlsonntag wird der 16. März nicht vergessen

Wieder fällt ein Wahltag auf den 16. März, den Gedenktag der Zerstörung Würzburgs 1945. Vor sechs Jahren fiel die Stichwahl zwischen der damals amtierenden Oberbürgermeisterin Pia Beckmann und ihrem Herausforderer Georg Rosenthal auf dieses Datum. Das Kulturamt hat ein Gedenkprogramm vorbereitet, das auch auf die Wahl Rücksicht nimmt.

Zum 69. Jahrestag der Zerstörung Würzburgs wird es am Sonntag um 11.45 Uhr auf dem Hauptfriedhof Totengedenken und Kranzniederlegung geben. Danach bittet die Nagelkreuzinitiative auf den Weg zur Kirche St. Johannis.

Um 11 Uhr führt Claudia Jüngling Kinder ab neun Jahren durch die Innenstadt. Thema: „Was geschah am 16. März.“ Um 14.30 Uhr gibt es im Fürstenbau-Museum des Mainfränkischen Museums auf der Festung Marienberg eine Familienführung für Teilnehmer ab neun Jahren. Thema: „Als auf Würzburg Feuer fiel“.

Ebenfalls um 14.30 Uhr, beginnt am Sonntag am Vierröhrenbrunnen die Führung „Trümmerfrau“ mit Angela Sey. Die Trümmerfrauen von damals verkörpern bis heute den Willen Würzburgs zum Leben.

Um 19 Uhr findet in der St. Johanniskirche ein Gedenkkonzert statt. Aufgeführt wird das Große Requiem in Es-Dur des vor 200 Jahren in Würzburg geborenen Abbe Joseph Vogler. Ausführende sind Bachchor und Bachorchester unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Christian Kabitz.

Von 21.20 bis 21.40 Uhr werden wieder zum Gedenken an den Bombenangriff am 16. März 1945 alle Würzburger Glocken läuten. Bis Mitternacht ist die Marienkapelle mit dem Nagelkreuz aus Coventry zum Gedenken und Gebet geöffnet.

Der Freundeskreis Geschichtswerkstatt zeigt Fotos von Menschen bei der Arbeit, in der Wohnung, im Straßenverkehr, in der Freizeit mit Würzburger Hintergrund. Die Ausstellung ist noch bis zum 22. März zu den Rathaus-Öffnungszeiten zu sehen. Am Wahlsonntag, 16. März, wird sie bis 18 Uhr zu sehen sein.

Gedächtnislauf am Samstag

Zum 16. März gehört auch der Gedächtnislauf von Würzburg nach Gemünden. Er erinnert, dass nach der Bombennacht viele Würzburger im Umland Zuflucht gefunden haben. Start: Samstag, 15. März, um 11 Uhr im Rathausinnenhof. Die Ziele: Margetshöchheim (10 km), Himmelstadt (21), Karlstadt (28) und Gemünden (44 km). Infos: www.laufgemeinschaft-wuerzburg.de

Das Nagelkreuz am 16. März wandert weiter

Das Würzburger Wandernagelkreuz wird in seinem 14. Jahr bei allen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) zu Gast sein.

Am Sonntag, 16. März, gegen 12 Uhr werden Bürgermeister Adolf Bauer und Landrat Eberhard Nuß, als erster Dienstherr aller BOS, an der Versöhnungsglocke am Hauptfriedhof den traditionellen Versöhnungsweg beginnen. Stellvertretend wird die Ökumenische Notfallseelsorge das Wandernagelkreuz aufnehmen und auf einem gemeinsamen Weg zur Kirche St. Johannis tragen. Nach einer ökumenischen Andacht wird das Nagelkreuz gegen 13 Uhr seine erste Herberge bei der Integrierten Leitstelle finden. Danach gibt es familiengeeignete Fahrzeugschau und Imbiss. Bis März 2015 wird das Wandernagelkreuz alle BOS erreichen: Integrierte Leitstelle, Berufsfeuerwehr, Freiwillige Feuerwehren, Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, Notfallseelsorge, Kriseninterventionsteam, Polizeipräsidium Unterfranken, Polizeiinspektion Würzburg Land und Bereitschaftspolizei.

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