Unterpleichfeld

Archäologische Funde in neuen Baugebieten gesichert

Im Zuge der Planung und Untersuchung von Baugebieten in Unterpleichfeld sind zahlreiche spannende und für die Besiedlungsgeschichte der Region wichtige Funde aus vorgeschichtlicher und historischer Zeit gesichert worden.

Drei Baugebiete sind im Ortsteil Burggrumbach geplant. Auf zwei von drei der festgelegten Flächen wurden im Vorfeld Bodendenkmäler vermutet, die von einer Grabungsfirma freigelegt wurden, heißt es in einer Pressemitteilung. Gefunden haben die Archäologen und Grabungstechniker vor Ort Zeugnisse von Besiedlung. Die ältesten Funde deuten auf Bauern hin, die hier bereits vor 7000 Jahren gelebt haben. Die meisten Stücke stammen aber von Kelten (450-240 v. Chr.). Hier gab es eine große Siedlung, Keramikscherben belegen das.

Fast unentdeckt blieb wegen der schwierigen Bodenverhältnisse ein Gräberfeld. In den Gräbern waren Menschen der sogenannten Glockenbecherkultur beerdigt. Diese sind in Unterfranken recht selten. Die typischen glockenförmigen Gefäße wurden in einer Zeit im Übergang der Stein- zur Bronzezeit (ca. 2400-2000 v. Chr.) verwendet. Als Grabbeigaben wurden sie den Verstorbenen mitgegeben.

Während die Glockenbecherkultur über weite Teile Westeuropas verbreitet war, hat sie ihre Spuren in Unterfranken bislang vergleichsweise spärlich hinterlassen. Die Beigaben zeigen auch, dass die Menschen hier vernetzt waren nach Hessen, Mitteldeutschland und bis hinunter nach Südbayern. Die Funde werden in den nächsten Monaten weiter untersucht.

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