Ochsenfurt

Archäologischer Fund im Spitalhof?

Zwangsstopp bei der Sanierung des Spitals in Ochsenfurt: Seit Wochen ruhen die Bauarbeiten. Grund hierfür ist ein Fund, der auf der Baustelle zu Tage kam.
Die Baustelle ruht: Die Sanierungsarbeiten am Spital in Ochsenfurt mussten unterbrochen werden.
Die Baustelle ruht: Die Sanierungsarbeiten am Spital in Ochsenfurt mussten unterbrochen werden. Foto: Catharina Hettiger

Seit Ende Juli wird das Spital in Ochsenfurt saniert. Begonnen wurde mit Arbeiten am kleinen Westflügel. Der Ehrenhof ist seitdem eine Baustelle, dort soll unter anderem eine öffentliche Toilettenanlage entstehen. Der erste Bauabschnitt umfasst das Nebengebäude sowie die Strom- und Wasserleitungen, die im Hof verlegt werden.

Im Zuge dieser Arbeiten ist man auf Mauern gestoßen, die nun bereits seit Wochen zu einem vorläufigen Baustopp geführt haben. Der Hintergrund: Es könnte sich bei den Bruchsteinmauern um einen archäologischen Fund handeln. „Innerhalb des Ehrenhofs sind zusätzliche Mauern zum Vorschein gekommen“, bestätigt Ochsenfurts Stadtbaumeister Jens Pauluhn gegenüber dieser Redaktion.

Ortstermin mit einem Archäologen

Das Landesamt für Denkmalpflege ist informiert; nun gelte es, herauszufinden, ob es sich bei dem Fund um alte Fundamente von Mauern oder ehemaligen Gebäuden handeln könne. „Ein Archäologe wird das Ganze vor Ort begutachten“, erklärt Matthias Merkl vom Landesamt für Denkmalpflege das weitere Vorgehen: Dokumentiert werde dann unter anderem, wie alt die Steinmauer sei, und um was für eine Art von Mauer es sich handle.

Einen konkreten Termin für eine solche Ortsbegehung gibt es noch nicht. Die Arbeiten sollen dennoch so bald wie möglich weitergehen – selbst wenn der Status des Mauernfundes noch ungewiss ist. „Die Erdleitungen, die für den Bau der öffentlichen Toilette nötig sind, werden nun anders geführt“, erklärt Stadtbaumeister Pauluhn. „Wir hoffen, durch die veränderte Leitungsführung auf keine weiteren Mauern zu stoßen.“ Für die Wiederaufnahme der Sanierungsarbeiten nennt Jens Pauluhn auch einen konkreten Termin: „Übernächste Woche geht’s weiter."

Drei Jahre Bauzeit sowie 3,3 Millionen Baukosten sind für die lang ersehnte Sanierung des Spitals veranschlagt. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein mittelalterliche Klosteranwesen, das einst der Alten- und Krankenfürsorge diente und zu den ältesten Siedlungsteilen der Stadt Ochsenfurt gehört. Durch die Sanierung soll es dauerhaft gesichert und nutzbar gemacht werden. Für die künftige Nutzung des Gebäudes ist ein überregionales Main-Museum im Gespräch; außerdem könnte es Vereinen als Veranstaltungsort dienen. 

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