UENGERSHAUSEN

Atemberaubend (Modell)-Flugakrobatik

Flugakrobatik pur präsentierten die Modellflug Piloten des Flugsports-Clubs Würzburg (FSCW) und des Gastvereins Modellbaufreunde Volkach am Wochenende beim Tag der Offenen Tür auf dem Modellfluggelände in Uengershausen.

Rund 500 Besucher bestaunten die flugtechnischen Meisterleistungen der Piloten bei den Flugvorführungen und nutzten die Gelegenheit, sich über die Aktivitäten des Vereins und die Möglichkeiten zum Modellflug zu informieren.

Das Flugwetter war in sich in diesem Jahr durch einen starken Seitenwind verhältnismäßig anspruchsvoll und die Flugvorführungen forderten die Piloten zu höchster Konzentration.

• Rosinenbomber: Ein besonderer Höhepunkt vor allem für die Kinder war der Bonbonabwurf, den Robert Völker mit seinem „Rosinenbomber“ DC3 durchführte.

• Riesig und rot: Zum ersten Mal dabei war das Modell einer Super Decathlon von Andi Rauer, das mit einer Spannweite von 3,5 Metern und einem Gewicht von 21 Kilogramm beeindruckte. Die Beleuchtung des Modells ist originalgetreu und es verfügt über eine GPS Steuerung.

• Legendär: Klaus Munker zeigte seinen Nachbau des Doppeldeckers Udet Flamingo der Fliegerlegende Hermann Köhl, ein Schul- und Kunstflugzeug aus den 20er Jahren, das von einem Fünf-Zylinder Sternmotor angetrieben wird. Das Original war seinerzeit auf dem damaligen Flugplatz auf dem Landesgartenschaugelände Würzburg geflogen.

• Wildes Fliegen: Die Jugendlichen Matthias und Simon Hentschel zeigten einen rasanten Kunstflug mit ihrem 3D Kunstflug Helikopter, der einen Rotordurchmesser von 1,56 Metern hat und eine Leistung vom 13,5 PS aufweist. Mindestens zwei Jahre regelmäßiges Training ist notwendig, um den anspruchsvollen Helikopter sicher zu beherrschen.

• Boxermotor: Benedikt Simon vom MBF Volkach begeisterte mit einer Kunstflugvorführung seiner Xtrafun, einem Motorkunstflug-Holzmodell, das mit einem Boxermotor ausgestattet ist.

• Speed Pur: Atemberaubend waren die Vorführungen zweier Jet-Turbinen Flugzeugmodelle, die eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h erreichen durch Stefan Seifert (Trainer Modell Kangaroo) und Michael Reischke (Viper Jet).

• Vom Wind getragen: Dagegen mutete der gemeinsame Start zweier Segelschlepps eher sanft und gemächlich an. Die riesigen Segelflugzeuge mit einer Spannweite 5,2 Metern wurden von Johannes Mantsch und Robert Völker geflogen. Bemerkenswert ist dabei, dass die Segelflugzeuge ganz ohne Motor fliegen und auch gelandet werden müssen. Dazu ist eine gehörige Portion Fingerspitzengefühl notwendig. Schleppflugzeuge waren die rote Super Decathlon von Andi Rauer und eine gelbe Piper Supercup von Roland Völker.

Besonders stolz ist der Verein auf seine hohe Jugendquote: Die Sportsparte Modellflug des Flugsport-Clubs hat zurzeit 103 Mitglieder im Alter von elf bis 81 Jahren, davon sind 16 Jugendliche.

„Durch den Modellflug bringen wir die Jugend von Computer weg und zeigen ihr, dass es auch noch etwas anderes gibt“, erklärte der Jugendverantwortliche Christian Hebert. „Der Zusammenhalt unter den jungen Piloten ist beeindruckend und das schöne ist, dass dieser Gemeinschaftsgeist von den Jugendlichen selbst ausgeht.“ Die Organisation und die Absprachen unter den Jugendlichen laufen, wie sollte es heute auch anderes sein, vor allem über WhatsApp.

Das Angebot an den Pilotennachwuchs geht vom Lehrer-Schüler Fliegen über technischen Support und Modellberatung bis hin zu Bastelstunden für Geübtere.

Wer Interesse am Modellflug hat, kann sich über folgende E-Mail-Adressen mehr Informationen besorgen: Modellflug@fscw.de (Erwachsene) und Christian.Hebert@fscw.de (Jugendliche).

Zusätzliche Infos: www.fscw.de.

Der Besucherandrang war groß am „Tag der Offenen Tür“ auf dem Modellfluggelände in Uengershausen. Foto: Mechtild Buck

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