Colombo/Landkreis Würzburg

Auch Unterfranken in Sri Lanka

Vier Unterfranken, darunter ein Redakteur dieser Zeitung, sind gerade in Sri Lanka - dort, wo bei Anschlägen mindestens 290 Menschen getötet wurden. Was er berichtet.
Ein Mann geht in Sri Lanka während der Ausgangssperre über eine verlassene Straße. Bei einer verheerenden Anschlagsserie auf christliche Kirchen und Hotels sind am Ostersonntag in Sri Lanka nach Polizeiangaben fast 300 Menschen getötet worden. Foto: Eranga Jayawardena, dpa

Vier Unterfranken aus dem Landkreis Würzburg, darunter ein Redakteur dieser Zeitung, Gerhard Meißner, halten sich gerade in Sri Lanka auf. In dem Land wurden bei einer verheerenden Anschlagsserie auf Hotels und christliche Kirchen mindestens 290 Menschen getötet. Die vier Unterfranken sind wohlauf. Ihre Rundreise mussten sie zunächst unterbrechen.

Bei den Explosionen wurden mindestens 290 Menschen getötet, darunter auch 37 Ausländer aus mehreren Ländern. Rund 450 Menschen wurden außerdem verletzt. Inzwischen wurden 24 Verdächtige festgenommen. Vize-Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene machte Extremisten für die „terroristische Attacke” verantwortlich.

"Man wies uns an, zu unserem Hotel zurückzukehren und es bis auf Weiteres nicht zu verlassen. Man rechnet mit weiteren Anschlägen." 
Gerhard Meißner, Redakteur der Main-Post, am Ostersonntag

Die Unterfranken befanden sich am Ostersonntag in Nuwara Eliya, der höchst gelegenen Stadt im Zentrum des Landes und ein beliebtes Touristenziel. Sie starteten ihre Ferienreise vor einer Woche und erfuhren am frühen Sonntagnachmittag von den Anschlägen in der Region Colombo. Gerhard Meißner schrieb per E-Mail: "Am Nachmittag hohe Polizeipräsenz in der Stadt. Man wies uns an, zu unserem Hotel zurückzukehren und es bis auf Weiteres nicht zu verlassen. Geschäfte schlossen um 15 Uhr. Restaurants um 16 Uhr Ortszeit. Ab 18 Uhr gilt absolute Ausgangssperre. Die sozialen Medien sind abgeschaltet. Man rechnet noch mit weiteren Anschlägen (Stand: 17 Uhr Ortszeit). Das Personal im Hotel gibt sich bewusst gelassen. Wir sind auch recht gelassen. Morgen früh um fünf wollten wir zu einer Wanderung zum World´s End, einer spektakulären Felsklippe, aufbrechen. Unser Fahrer versucht gerade, die Lage zu eruieren. Doch die Chancen für eine Ausnahmegenehmigung stehen schlecht, sagt das Hotelpersonal. Wir harren also der Dinge."

Die Regierung Sri Lankas verhängte eine landesweite Ausgangssperre, die bis zum Montagmorgen galt. Der Zugang zu sozialen Medien ist weiterhin gesperrt. Die Schulen und Universitäten sind geschlossen.

"Von erhöhter Polizeipräsenz war heute nichts mehr zu sehen. Alles geht wieder seinen normalen Gang."
Gerhard Meißner, Redakteur der Main-Post, am Ostermontag

Die vier Unterfranken haben am Montag ihre Rundreise fortgesetzt. Sie sind weiter im Landesinneren unterwegs. "Von erhöhter Polizeipräsenz war heute nichts mehr zu sehen. Alles geht wieder seinen normalen Gang. Auch Nationalparks und Bahnlinien scheinen nicht gesperrt zu sein. Wir sind vorwiegend in kleineren Hotels unterwegs. Spezielle Sicherheitskontrollen gibt es dort nicht", schrieb Meißner am Ostermontag. Der Redakteur ist mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar in Sri Lanka. Ihre Rundreise begann vor einer Woche in Negombo, laut Meißner "einer Stadt mit 28 christlichen Kirchen". Dort war die St.-Sebastians-Kirche Ziel der Attentäter.

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