Würzburg

Auf Clemens Lückemann folgt Lothar Schmitt als Spitzenjurist

Der Präsident des Oberlandesgerichts in Nordbayern geht in Ruhestand. Jetzt hat das Kabinett seinen Nachfolger in Bamberg bestimmt – in Würzburg ein alter Bekannter.
Künftiger Präsident des Oberlandesgerichts Bamberg: Lothar Schmitt
Künftiger Präsident des Oberlandesgerichts Bamberg: Lothar Schmitt Foto: Theresa Müller

Mit dem Würzburger Clemens Lückemann geht Ende Januar für die Justiz in Nordbayern eine Ära zu Ende: Dann geht der Präsident des Oberlandesgerichts (OLG) in Bamberg nach 41 Jahren in Ruhestand. Lückemann gilt neben den OLG-Präsidenten von München und Nürnberg als eine der prägenden Persönlichkeiten der Rechtsprechung im Freistaat.

Stationen einer Karriere

Der geborene Berliner trat 1981 als Proberichter beim Landgericht Würzburg in den bayerischen Justizdienst ein. Ab Juni 1984 war er als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Würzburg tätig, bis er im Dezember 1984 in das Bayerische Staatsministerium der Justiz berufen wurde.

Vom 1. Mai 2002 bis 30. Juni 2009 war Lückemann Chef der Würzburger Staatsanwaltschaft. Mit Wirkung zum 1. Juli 2009 wurde er zum Generalstaatsanwalt in Bamberg ernannt. Seit 1. Februar 2013 ist Clemens Lückemann Präsident des Oberlandesgerichts Bamberg. Als höchster Repräsentant der Justiz in Ober- und Unterfranken führt er die Dienstaufsicht über sieben Landgerichte, achtzehn Amtsgerichte, die Landesjustizkasse Bamberg und die Bayerische Justizakademie in Pegnitz mit insgesamt rund 2500 Bediensteten. Daneben ist er auch Richter am Bayerischen Verfassungsgerichtshof.

Geht in den Ruhestand: Clemens Lückemann, Präsident des Oberlandesgerichts Bamberg
Geht in den Ruhestand: Clemens Lückemann, Präsident des Oberlandesgerichts Bamberg Foto: Waltraud Fuchs-Mauder

Zum Nachfolger hat das Bayerische Kabinett zum 1. Februar 2020 den Generalstaatsanwalt in Nürnberg, Lothar Schmitt, ernannt. Der 62-Jährige wohnt in Estenfeld (Lkr. Würzburg). Er ist in Würzburg in Strafprozessen für seine fachliche Kompetenz, aber auch sein menschliches Einfühlungsvermögen in Erinnerung geblieben – beispielsweise im Mordprozess gegen eine junge Mutter aus dem Landkreis Main-Spessart, die ihr Baby direkt nach der Geburt getötet hatte.

Der gebürtige Bamberger Schmitt begann seine Berufslaufbahn 1987 als Richter in Aschaffenburg. Von 1992 bis 1999 wirkte er als Richter am Landgericht Würzburg und war dabei zeitweilig an das Bezirksgericht Chemnitz abgeordnet. Es folgten Stationen als Gruppenleiter bei der Staatsanwaltschaft Würzburg und als Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, bevor er im Juni 2008 zum Vizepräsidenten des Landgerichts Würzburg ernannt wurde.

"Einsatzfreude, Eigeninitiative und Entschlusskraft"

Von August 2012 an stand Lothar Schmitt an der Spitze der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg. Seit 2017 ist Lothar Schmitt Generalstaatsanwalt in Nürnberg.

Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) sagte: "Mit Lothar Schmitt erhält das Oberlandesgericht Bamberg einen Präsidenten, der sich durch große Einsatzfreude, Eigeninitiative und Entschlusskraft sowie ausgeprägte organisatorische Fähigkeiten auszeichnet. Ich wünsche ihm für seine neue Tätigkeit viel Freude, Erfolg und eine allzeit glückliche Hand."

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