Auf der Jagd nach Nazi-Tätern

Würzburg Als "gigantische Kaffeemühle von Fragebögen und Spruchkammern" hat der amerikanische Historiker Edward N. Peterson die Entnazifizierung in Deutschland bezeichnet.
"Die Entnazifizierung war das Hauptziel der amerikanischen Besatzungspolitik", schreibt Herbert Schott in seinem 1985 erschienenen Buch "Die Amerikaner als Besatzungsmacht in Würzburg". Der jetzige Vize-Direktor des Staatsarchivs Nürnberg sieht zwei Ziele der Aktion: Es sollen demokratische, unbelastete Personen als neue Elite in die Machtstrukturen integriert werden und Menschen, die Verbrechen begangen oder eng mit den Nazis paktiert hatten, sollten bestraft oder zumindest aus verantwortlichen Positionen entfernt werden. Vor allem die Fragebogen-Aktion stieß auf heftige Kritik.
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