Ochsenfurt

Aufarbeitung des Naziregimes keine Schande

Bei einer Gedenkstunde zum Volkstrauertag in der Aussegnungshalle am Ochsenfurter Friedhof  erinnerte Bürgermeister Peter Juks im Beisein einiger Vertreter verschiedener kirchlicher Konfessionen an die Gräueltaten des Dritten Reiches, für dieses Jahr besonders an die polnische Bevölkerung. Er verstand es dabei auch die aktuellen Opfer verschiedener rechtsorientierter Anschläge der jüngsten Zeit mit einzubeziehen. „Gerade heute, wo rechte Kräfte, wie die AfD, die dunklen Seiten der Deutschen Geschichte nur allzu gerne relativieren wollen, ist es wichtig, sich zu erinnern“, war die Kernaussage seiner Rede. „Nur wer sich erinnert, kann aus der Vergangenheit lernen, um eine bessere Zukunft zu gestalten“, appellierte er. „Dass wir inzwischen in der Aufarbeitung unserer eigenen Nazi-Vergangenheit so weit gekommen sind, ist nicht etwa eine Schande, sondern etwas, worauf wir stolz sein können“ war die klare Botschaft des Ochsenfurter Stadtoberhauptes. Besonders gelungen waren die Liedbeiträge des Liederkranzes Ochsenfurt und die musikalischen Stücke der Musikkapelle Zeubelried. Gesäumt wurde die Gedenkveranstaltung von Fahnenabordnungen verschiedener Ochsenfurter Vereine und Institutionen, sowie der Uniformträger der Freiwilligen Feuerwehr Ochsenfurt, des Bayerischen Roten Kreuzes und Mitgliedern des Volkstrachtenvereins in ihrer Tracht.

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