WÜRZBURG

Aufregung wegen Offiziershäusern: Ex-Leightons-Bewohner beklagen sich

Campusbrücke: Das Bauschild für die Brücke, die künftig das alte Uni-Gelände am Hubland mit dem neuen verbinden soll, steht.
Campusbrücke: Das Bauschild für die Brücke, die künftig das alte Uni-Gelände am Hubland mit dem neuen verbinden soll, steht. Foto: Theresa Müller
Der Abriss zweier Häuser auf dem Leighton-Areal sorgt für Aufregung im sozialen Netzwerk Facebook und auf der Internet-Seite „Würzburg erleben“. Die Facebook-Seite „Leighton Barracks Würzburg“ beklagte vor drei Wochen, dass es keinen Protest gibt gegen den geplanten Abriss von Einkaufszentrum, Kino und Häusern, die von Offizieren und ihren Familien auf dem Kasernengelände bewohnt wurden. Alle Gebäude seien in einem guten Zustand, heißt es da, Steuergelder würden verschwendet.

Knapp 1200 Facebook-Freunde hat diese vier Jahre alte Seite, unter ihnen viele, die in den Leightons lebten und arbeiteten und mit den Gebäuden nostalgische Erinnerungen verbinden. „Würzburg Erleben“ ist eine Facebook-Seite in ganz anderer Größenordnung, mit über 40 000 Lesern. Da kritisiert Sebastian Pérez, der sich als ehemaliger Bewohner der Leighton Barracks vorstellt, die Abrisspläne. In Würzburg gebe es zu wenig Wohnraum, aber in den Barracks würden Wohnungen abgerissen. Eine „sinnvolle Verwendung deutscher Steuergelder“ sehe anders aus.

Franz Ullmann, der stellvertretende Leiter des Staatlichen Bauamtes, begründet den Abriss zweier Offiziershäuser mit dem Bau der Brücke, die den neuen Uni-Campus (Hubland-Nord) mit dem alten auf der gegenüberliegenden Straßenseite (Hubland-Süd) verbinden wird. Zudem sei im städtebaulichen Entwurf ein „Grünes Band“ vorgesehen, das dort verlaufe. Peter Mack, ebenfalls stellvertretender Bauamtsleiter und zuständig für den Unibau, beschreibt die Häuser als schadstoffbelastet und „energetische Katastrophe“.

Eine Sanierung wäre „grenzwertig im unwirtschaftlichen Bereich“. Ein weiteres Offiziershaus werde für die „Mensateria“ abgerissen. Wenn das Mittelding aus Mensa und Cafeteria steht, könne endlich die große Hubland-Mensa saniert werden. Anders als via Internet verbreitet, seien die Offiziershäuser die ersten Gebäude, die auf dem Areal abgerissen wurden.
Aufregung wegen Offiziershäusern: Ex-Leightons-Bewohner beklagen sich auf Facebook       -  (wolf)   Der Abriss zweier Häuser auf dem Leighton-Areal sorgt für Aufregung im sozialen Netzwerk Facebook und auf der Internet-Seite „Würzburg erleben“. Die Facebook-Seite „Leighton Barracks Würzburg“ beklagte vor drei Wochen, dass es keinen Protest gibt gegen den geplanten Abriss von Einkaufszentrum, Kino und Häusern, die von Offizieren und ihren Familien auf dem Kasernengelände bewohnt wurden. Alle Gebäude seien in einem guten Zustand, heißt es da, Steuergelder würden verschwendet. Knapp 1200 Facebook-Freunde hat diese vier Jahre alte Seite, unter ihnen viele, die in den Leightons lebten und arbeiteten und mit den Gebäuden nostalgische Erinnerungen verbinden. „Würzburg Erleben“ ist eine Facebook-Seite in ganz anderer Größenordnung, mit über 40 000 Lesern. Da kritisiert Sebastian Pérez, der sich als ehemaliger Bewohner der Leighton Barracks vorstellt, die Abrisspläne. In Würzburg gebe es zu wenig Wohnraum, aber in den Barracks würden Wohnungen abgerissen. Eine „sinnvolle Verwendung deutscher Steuergelder“ sehe anders aus. Franz Ullmann, der stellvertretende Leiter des Staatlichen Bauamtes, begründet den Abriss zweier Offiziershäuser mit dem Bau der Brücke, die den neuen Uni-Campus (Hubland-Nord) mit dem alten auf der gegenüberliegenden Straßenseite (Hubland-Süd) verbinden wird. Zudem sei im städtebaulichen Entwurf ein „Grünes Band“ vorgesehen, das dort verlaufe. Peter Mack, ebenfalls stellvertretender Bauamtsleiter und zuständig für den Unibau, beschreibt die Häuser als schadstoffbelastet und „energetische Katastrophe“. Eine Sanierung wäre „grenzwertig im unwirtschaftlichen Bereich“. Ein weiteres Offiziershaus werde für die „Mensateria“ abgerissen. Wenn das Mittelding aus Mensa und Cafeteria steht, könne endlich die große Hubland-Mensa saniert werden. Anders als via Internet verbreitet, seien die Offiziershäuser die ersten Gebäude, die auf dem Areal abgerissen wurden.
(wolf) Der Abriss zweier Häuser auf dem Leighton-Areal sorgt für Aufregung im sozialen Netzwerk Facebook und auf der Internet-Seite „Würzburg erleben“. Die Facebook-Seite „Leighton Barracks Würzburg“ beklagte vor drei Wochen, dass es keinen Protest gibt gegen den geplanten Abriss von Einkaufszentrum, Kino und Häusern, die von Offizieren und ihren Familien auf dem Kasernengelände bewohnt wurden. Alle Gebäude seien in einem guten Zustand, heißt es da, Steuergelder würden verschwendet. Knapp 1200 Facebook-Freunde hat diese vier Jahre alte Seite, unter ihnen viele, die in den Leightons lebten und arbeiteten und mit den Gebäuden nostalgische Erinnerungen verbinden. „Würzburg Erleben“ ist eine Facebook-Seite in ganz anderer Größenordnung, mit über 40 000 Lesern. Da kritisiert Sebastian Pérez, der sich als ehemaliger Bewohner der Leighton Barracks vorstellt, die Abrisspläne. In Würzburg gebe es zu wenig Wohnraum, aber in den Barracks würden Wohnungen abgerissen. Eine „sinnvolle Verwendung deutscher Steuergelder“ sehe anders aus. Franz Ullmann, der stellvertretende Leiter des Staatlichen Bauamtes, begründet den Abriss zweier Offiziershäuser mit dem Bau der Brücke, die den neuen Uni-Campus (Hubland-Nord) mit dem alten auf der gegenüberliegenden Straßenseite (Hubland-Süd) verbinden wird. Zudem sei im städtebaulichen Entwurf ein „Grünes Band“ vorgesehen, das dort verlaufe. Peter Mack, ebenfalls stellvertretender Bauamtsleiter und zuständig für den Unibau, beschreibt die Häuser als schadstoffbelastet und „energetische Katastrophe“. Eine Sanierung wäre „grenzwertig im unwirtschaftlichen Bereich“. Ein weiteres Offiziershaus werde für die „Mensateria“ abgerissen. Wenn das Mittelding aus Mensa und Cafeteria steht, könne endlich die große Hubland-Mensa saniert werden. Anders als via Internet verbreitet, seien die Offiziershäuser die ersten Gebäude, die auf dem Areal abgerissen wurden. Foto: THERESA MÜLLER

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