KÜRNACH

Aufstieg einer berühmten Tochter der Gemeinde

Gewählt: Sie ist die neue Generaloberin der Dillinger Franziskanerinnen weltweit: Schwester Roswitha Heinrich aus Kürnach.
Gewählt: Sie ist die neue Generaloberin der Dillinger Franziskanerinnen weltweit: Schwester Roswitha Heinrich aus Kürnach. Foto: Franziskanerinnen

(mad) In Kürnach ist man stolz auf eine Tochter der Gemeinde: Die Kürnacherin Sr. Roswitha Heinrich, seit 1971 Dillinger Franziskanerin, wurde zur Generaloberin des Ordens gewählt und steht damit 85 Konventen in sieben Ordensprovinzen in Deutschland, Nordamerika, Brasilien und Indien mit 788 Franziskanerinnen vor.

Sr. Roswitha Heinrich wurde 1950 in Kürnach geboren, wo sie mit ihren beiden jüngeren Brüdern Michael und Reinhard im landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Eltern und Großeltern aufwuchs. Nach dem Besuch der Volksschule in Kürnach erwarb sie die Mittlere Reife durch Abendkurse in Würzburg. Der Wunsch, Erzieherin zu werden, brachte sie 1968 an die Fachakademie für Sozialpädagogik in Dillingen. Ihre positiven Erfahrungen mit den dortigen Schwestern, so sagt sie, habe in ihre den Entschluss reifen lassen, selbst Franziskanerin zu werden.

An der Fachhochschule für Sozialpädagogik in Benediktbeuern vervollständigte sie bis 1977 ihre Studien und ging anschließend an die Universität Augsburg, um das Pädagogik-Diplom zu erwerben.

Gleichzeitig unterrichtete sie bereits an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Dillingen Praxis- und Methodenlehre für zukünftige Erzieher(innen), sowie Heilpädagogik, Psychologie und Soziologie an der Berufsfachschule für Krankenpflege.

Ehrenamtlich wirkte sie mit im Pastoralseminar der Diözese Augsburg und in der diözesanen Jugendarbeit für Mädchen, bekannt als „Neuer Weg“.

Die Zeichen der Zeit

Als Rätin in die Generalleitung der Dillinger Franziskanerinnen gewählt wurde sie erstmals 1990 und verbrachte anschließend als Generalrätin in der Niederlassung des Ordens in Rom einige Jahre. Von hier aus visitierte sie die Ordensprovinzen in Nord- und Südamerika und Indien.

Ihre Anliegen in der neuen, arbeitsintensiven Position sind vielfältig: Ermutigt durch die 770-jährige Geschichte des Ordens, die von Höhen und Tiefen begleitet war, will sie mit ihren Generalrätinnen und Schwestern auf die Zeichen der Zeit hören, die Internationalität des Ordens vertiefen, die Arbeit der Schwestern nicht nur in Bildungseinrichtungen, sondern auch in der Gemeinde- und Senioren-Pastoral vertiefen und schließlich franziskanisches Leben und Spiritualität als Vorbild für die Menschen in ihrer Suche nach Sinn und Orientierung anbieten.

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