Würzburg

Ausflugslokal und Integrationsprojekt am Waldfriedhof

Stoßen gemeinsam auf den Erfolg des Café Perspektive an (hintere Reihe): Oliver Pilz, Reinhold Weißenseel, Joachim Schmitt-Prinz und Sybille Ludewig-Pechtl, (vordere Reihe) Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, Sozialreferentin Hülya Düber, Erich Beck, Walter Stoy, Thomas Eberth, stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Eva-Maria Linsenbreder, Peter Motsch und stellvertretender Landrat Ernst Josberger. Foto: Stefan Krüger, BRK Würzburg

Am Anfang stand der Wunsch nach einem Kiosk für Sportler und Besucher des Waldfriedhofes, entstanden ist ein beliebtes Café, das seit 15 Jahren Menschen mit psychischen Problemen Arbeitsmöglichkeiten bietet. Zum Jubiläum trafen sich Gründungsmitglieder, Förderer und Vertreter des Bayerischen Roten Kreuzes als Betreiber zu einer Feierstunde, heißt es in einer Pressemitteilung.

Thomas Eberth, der als Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes Würzburg auch den Verein Perspektive leitet, fasste die Bedeutung des Projekts zusammen: „Der Name ‚Perspektive‘ wird hier in dreifacher Weise Realität: Das Café bietet eine Perspektive für die Menschen, die hier arbeiten, für das Stadtquartier und für die Besucher des Waldfriedhofes“.

Initiatoren kamen zu Wort

Bei der Jubiläumsveranstaltung kamen nochmals die Initiatoren zu Wort und erinnerten sich an die Schwierigkeiten bei der Umsetzung, aber auch an die vielen guten Stunden und die Unterstützung, die das Projekt erfahren hat. So fasste der ehemalige Sozialreferent der Stadt Würzburg, Peter Motsch, die Anfänge und die vielen Ideen zusammen, die letztlich in das heutige Café mündeten.

Einen nicht unwesentlichen Anteil am Erfolg des Projektes haben auch zahlreiche Firmen aus der Region, die auf Wunsch des damaligen Präsidenten der Handwerkskammer, Walter Stoy, mit viel Energie, Eigenleistung und Sachspenden unterstützen. So konnten einige Gewerke im Café schnell und unkompliziert umgesetzt werden ohne dabei die Kosten in die Höhe zu treiben.

Und auch ein weiterer Förderer des Projektes, Erich Beck, kam zu Wort. Zu Beginn der Baumaßnahmen wurde er von Volker Stawsky, von der Stadt Würzburg angesprochen und um Unterstützung für das Café gebeten. Beck unterstützt das Café seither mit zahlreichen Spenden, weit über 250 000 Euro sind es. Erich Beck wurde zum Ehrenmitglied des Vereins Perspektive ernannt und unterstützt das Projekt noch heute tatkräftig.

Perspektiven für berufliche Entwicklung

Bei den meisten Würzburgern ist das Ausflugslokal wohl für seine leckeren Speisen, hausgemachten Kuchen und seinen Spielplatz bekannt. Gleichzeitig ist es aber auch ein Integrationsprojekt, das Zuverdienstarbeitsplätze für psychisch kranke Menschen bereitstellt, die dem ersten Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Unter fachlicher Anleitung wird ein strukturierter Arbeitsalltag geschaffen und mögliche Perspektiven der beruflichen Entwicklung aufgezeigt.

Die Begegnung mit den Mitarbeitenden hat aber auch Auswirkungen auf die Gäste, betont Joachim Schmitt- Prinz, Leiter des BRK-Sachgebiets Sozialpsychiatrie: „Die Besucher bekommen eine andere Sicht auf psychisch kranke Menschen. Sie merken, dass sie trotz ihres Handicaps in vielen Bereichen spitze sind.“

Das Café Perspektive im Waldkugelweg 47 ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es unter Tel.: (0931) 7846204.

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