Rimpar

Ausgeschunkelt: Sechster "Dadord Würzburch" feiert Premiere

Eine Karnevalsveranstaltung läuft aus dem Ruder, ein Narr stirbt. Der Erfinder des "Dadord"-Heimatkrimis Christian Kelle erzählt im Interview, was die Zuschauer erwartet.
Im Juli filmte das Team im "Blauen Adler" eine kleine Faschingsveranstaltung mit Band und etwa 60 Darstellern und Komparsen. Foto: Dita Vollmond

Am heutigen Samstag feiert die sechste Folge des "Würzburcher Dadords" im ausverkauften Hofbräu-Keller Premiere. Wer diesmal sterben muss, warum die Macher auf Laienschauspieler setzen und was den Heimatkrimi von Radio Rimpar besser macht als den klassischen "Tatort" erzählt Regisseur und Produzent Christian Kelle.

"Ausgeschunkelt". Die neue Folge "Dadord" trägt den Schalk bereits im Titel. Ausgerechnet die Figur, die Sie spielen, der Privatdetektiv Axel Strick, soll einen der Obernarren ermordet haben. Sie werden uns doch nicht den Faschingsspaß verderben wollen?

Auf keinen Fall! Fasching ist eine ernste Sache, da macht man keine Witze drüber. Im Ernst: Während der fünften Jahreszeit ist nicht immer alles so lustig, wie es den Anschein haben mag. Und genau diese Schattenseiten zeigen wir dieses Mal im neuen Dadord. Das wird nicht jedem Profi-Karnevalisten gefallen, aber unser Publikum wird sich sicher unterhalten fühlen.

Den "Dadord" gibt es nun schon seit 18 Jahren. Was treibt Sie und Ihr Team immer wieder an, verrückte Geschichten zu entwickeln und als Film in die heimischen Kinos zu bringen?

"Verrückt" ist ein wenig zu viel gesagt. Abseitig oder ungewöhnlich sind unsere Fälle sicherlich, aber nie völlig abwegig. Wie sich die Situationen dann lösen, das ist das, was Regisseurin Franziska Greulich und mich beim Schreiben der Drehbücher immer vor Herausforderungen stellt. Und ich denke, wir haben es immer zum bestmöglichen Amüsement unseres Publikums geschafft, spannende Geschichten zu erzählen.

"Dadord Würzburch": Produzent und Darsteller Christian Kelle. Foto: Corbinian Wildmeister
Auch der klassische "Tatort" bietet in regelmäßigen Abständen Folgen mit fränkischem Lokalkolorit. Was unterscheidet den "Würzburcher Heimatkrimi" vom öffentlich-rechtlichen Original?

Dass er wirklich nur hier in Würzburg spielt. Um dem Quotenproporz gerecht zu werden, müssen die Öffentlich-Rechtlichen ja mehrere Städte und Landstriche in ganz Franken ins Spiel bringen, damit auch ja keiner beleidigt ist und auch ein bundesweites Publikum angesprochen wird. Wir haben unsere Zuschauer hier in der Stadt und im Landkreis. Gut, es verirren sich ab und an auch Schweinfurter und Aschaffenburger hierher, aber überwiegend haben wir unser Publikum hier.

Die Produzenten von Radio Rimpar setzen ganz auf Laienschauspieler. Stehen die Dreharbeiten da nicht manchmal kurz vor dem Aus?

Überhaupt nicht. Crew und Darsteller sind mit Herzblut dabei. Wir planen auch das Ganze komplett durch, was Termine und Locations angeht, sodass jeder weiß, wann wer wo an der Reihe ist mit Drehen, und das schon mindestens ein halbes Jahr im Voraus. Das hat sich bewährt, und wir hatten in den letzten sieben Jahren auch nicht einen Ausfall.

Richter und Oberbürgermeister sind schon in Folgen aufgetreten. Ist denn auch diesmal wieder mit einem Würzburger Prominenten zu rechnen?

Die letzten drei Oberbürgermeister waren schon bei uns am Start. Politprominenz haben wir aufgrund des Stoffs dieses Mal absichtlich nicht auf der Besetzungsliste. Mit dabei ist BR-Urgestein Franz Barthel, der sich wieder selbst spielt, und auch Radio-Gong-DJ und Stadtrat Andy Puhl ist in seiner Rolle als Laszlo "Schaschlik" Obermüller wieder mit dabei.

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