RIMPAR

Aussteller und Veranstalter sind zufrieden

Wiederverwertung: Die aus Zellulose bestehende Tageszeitung kann auch als Dämmmaterial eingesetzt werden, wie Georg Kapraun aus Gochsheim auf der Solarmesse in Rimpar zeigt. Foto: Guido Chuleck

Nicht nur die Sonne strahlte, auch Hans Ulrich und die gesamte Führungsriege der Interessengemeinschaft Umwelt (IGU) Rimpar bei der zweitägigen und mittlerweile zehnten Messe „Solar Plus 10“ in der Turnhalle Neue Siedlung. „Aussteller und Veranstalter waren sehr zufrieden“, resümiert Ulrich. „Die Leute schoben sich zwar nicht durch die Halle, aber die Firmenchefs waren am Abend nach den vielen Gesprächen fix und fertig“, so Ulrich.

25 Aussteller, zumeist aus der Region Würzburg und Schweinfurt, präsentierten in der Turnhalle Bekanntes, das im Laufe der Zeit verfeinert worden war, und auch Neues. Etwa eine Heizung, die Solarenergie bei Bedarf mit einer Pelletsheizung kombiniert. Oder Solarstromspeicher, mit integrierten Batterien, die die gespeicherte Energie sinnvoll im Haus verteilen. Auch eine Sterling-Gasheizung, deren integrierter Motor den aktuell benötigten Strom produziert, wurde gezeigt. Oder, was viele Besucher trotz der jahrelangen Bekanntheit überraschte, die Verwendung alter Zeitungen als höchst effektives Dämmmaterial.

„Den Strom dort zu erzeugen, wo er gebraucht wird“, sei ein zentrales Anliegen der Energiewende, betonte Landrat Eberhard Nuß in seiner Messeeröffnungsrede. Als Beispiel führte er die Biogasanlagen mit Nahwärmenetzen in Hopferstadt und Burggrumbach, die Volksschule in Theilheim mit Photovoltaikanlage und die Privathäuser mit Solaranlage an. Ziel müsse der konsequente Umstieg von nuklearer und fossiler Energieträger auf erneuerbare Energie sein.

Mit Hackschnitzelheizungen in kommunalen Gebäuden „trägt die Gemeinde Rimpar ihren Teil dazu bei“, machte Bürgermeister Burkard Losert deutlich. Die Messe solle auch das „Leitbild der nachhaltigen Entwicklung unserer Natur vermitteln und unser Gewissen für den schonenden Umgang mit den Reichtümern unserer Erde wachrütteln“. Die IGU sei beispielgebend, wie man durch „gezielte Initiativen“ ein Gespür für Umweltfragen entwickeln könne.

Thema Energiewende

Die Messe übertraf alle Erwartungen, ob Bücherflohmarkt, Kinderprogramm des Walderlebniszentrums und des Bund Naturschutz, der Stand der Bürgerwindkraft eG und der IGU oder Kurzvorträge verschiedener Aussteller. Auch der Fachvortrag von Hans-Josef Fell, dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten der „Grünen“, zum Thema „Erneuerbare Energien regional“ fand regen Zuspruch. Fell geißelte unter anderem die „Wende von der Wende von der Energiewende.“ In der Podiumsdiskussion mit Stefan Göb (Fachmann für Photovoltaik und Solar-Stromspeicher, Werneck), Armin Schöner (Erneuerbare Wärme, Würzburg) und Bernd Weiß (Windkraft, Dresden) tauschten sich die Fachleute dann aus und beantworteten Fragen aus den Reihen ihrer 30 Zuhörer.

Musikalisch beteiligten sich die Gitarrengruppe der Maximilian-Kolbe-Schule sowie Ursula und Robert Hüttl und Wolfram Bieber (Salonhaus-Musik) an der Messe. In der Cafeteria versorgten sich die Besucher mit Kuchen, Kaffee und Snacks.

Sollte es eine weitere Solarmesse geben – worüber die IGU noch entscheiden wird –, liegen bei Ulrich schon die Bewerbungen aller in Rimpar anwesenden Firmen vor.

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