LANDKREIS WÜRZBURG

B 19 soll keine Alternative zur A 7 sein

Gerade werden in Unterpleichfeld, Bergtheim und Opferbaum die Ortsdurchfahrten verbessert. Kreisverkehre, Querungshilfen, lärmmindernde Straßenbelege sollen verhindern, dass Lkw-Fahrer die Bundesstraße 19 als Abkürzung benutzen, wenn sich's auf der A 7 mal wieder staut. Auch, um ein bisschen Maut zu sparen, wird gerne über Land gefahren. Doch Landrat Eberhard Nuß greifen diese Maßnahmen zu kurz. Er fürchtet, dass sich die Lkw-Fahrer davon wenig beeindrucken lassen und überrascht mit einem Brandbrief an Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Nuß fordert zusätzliche Maßnahmen, „um den Schwerlastverkehr dorthin zu bringen, wo er hingehört – nämlich auf die Autobahn“.

„Mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrten von Bergtheim und Unterpleichfeld bietet sich jetzt die Gelegenheit, durch bauliche Maßnahmen spürbare Verbesserungen herbei zu führen“, so Nuß in einem Pressegespräch. Fahrbahnteiler oder künstliche Verengungen, Querungshilfen, automatische Radarsäulen würden seiner Meinung nach noch mehr dazu beitragen, den ungebremsten Durchgangsverkehr zu hemmen und die Geschwindigkeit zu reduzieren. Am wichtigsten ist für ihn aber eine Bemautung der Bundesstraßen. „Zumindest jene, die parallel zu Autobahnen verlaufen oder als Abkürzungen dienen, müssen bemautet werden“, fordert Nuß.

Das Beispiel des Würzburger Stadtrates, der kürzlich entschieden hat, den Mittleren Ring für Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht sperren zu wollen, habe ihn zu diesem Brief an Herrmann inspiriert, sagt Nuß. Und natürlich schlägt sein Herz auch für seine Heimatgemeinde Bergtheim, gibt er unumwunden zu.

„Was den Anwohnern des Mittleren Ringes in Würzburg recht ist, muss den Anwohnern der B 19 im Landkreis billig sein“, schreibt Nuß an Herrmann. Gleichwohl merkt er aber auch an, dass eine völlige Sperrung der Bundesstraße für Lkw nicht sinnvoll sei, weil Umleitungs- und Lieferverkehr immer möglich sein muss. Nuß glaubt, wenn die B 19 keine kostenfreie, schnelle und attraktive Alternative zur A 7 mehr sei, würden auch die Lastwagen wieder auf der Autobahn fahren.

Scheitert Nuß mit seinen Vorschlägen, will er den Kreistag davon überzeugen, ein Gutachten in Auftrag zu geben. Sachverständige sollen untersuchen, ob die B 19 an den neuralgischen Bereichen nicht doch für den Mautausweichverkehr gesperrt werden kann.

Schlagworte

  • Redaktion Süd
  • Eberhard Nuß
  • Joachim Herrmann
  • Opferbaum
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
9 9
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!