WÜRZBURG

BRK berichtet über höhere Sicherheitsanforderungen

Bei Open-Air Konzerten, Laufereignissen und Volksfesten ist das BRK Ehepaar Simone und Stefan Schwarz mit den Blaulichtsegways meist sehr schnell zur Stelle. Foto: Michael Schwarz

Das BRK und andere Sanitätsdienste stehen bei Großveranstaltungen vor bisher unbekannten Herausforderungen. – auch in Würzburg. Das geht aus einer Pressemitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes hervor.

Seitdem die Bedrohung durch Terroranschläge zugenommen hat und auch das Phänomen Massenpanik bei Veranstaltungen mehr in den Fokus gerückt ist, müssen sich Kommunen, Veranstalter und Sanitätsdienste bundesweit „viel intensiver mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen“, berichtet Stefan Dietz, Sachgebietsleiter und stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter beim BRK Kreisverband Würzburg. Veranstalter müssten den Behörden heute sehr detaillierte Sicherheitskonzepte vorlegen, auch die Anforderungen an die Sanitätsdienstorganisationen seien gestiegen.

Und Kreisbereitschaftsleiter Martin Falger ergänzt: „Bei unseren Planungen müssen wir heute Szenarien in Betracht ziehen, die wir hoffen nie in Realität bewältigen zu müssen.“ Falger und Dietz berichten auch von einer verstärkten Dienstbelastung ihrer ehrenamtlichen Einsatzkräfte. „Die Zahl der Dienste hat deutlich zugenommen, auch die Zahl der angeforderten Einsatzkräfte.“ So sei es bei Großveranstaltungen inzwischen Planungsziel, jeden denkbaren Notfallort innerhalb von fünf Minuten zu erreichen.

An manchen Sommerwochenenden müssen die Rotkreuzler bis zu zehn Sanitätsdienste in Stadt und Landkreis gleichzeitig stemmen. „Es wäre schon nicht schlecht, wenn der DFB die Spieltage der Würzburg Kickers mit den Veranstaltern von Weinfesten und Open-Air Konzerten in Giebelstadt und Würzburg abstimmen könnte“, zeigt Martin Falger augenzwinkernd das Problem auf, wenn an einem Tag gleichzeitig 80 Einsatzkräfte gebraucht werden.

Froh ist Stefan Dietz, dass in Würzburg die Zusammenarbeit unter den Hilfsorganisationen klappt. „Gerne helfen sich das Würzburger BRK, die Johanniter und Malteser gegenseitig aus. Und wenn es ganz eng wird, kommen Helfer vom BRK Kitzingen oder dem BRK Main Spessart mit dazu.“ Bei den Spielen der Würzburg Kickers sind bis zu 40 ehrenamtliche Einsatzkräfte aller Organisationen zusammen im Einsatz.

Für den Notfall lässt das Würzburger Rote Kreuz seine Führungskräfte bei Simulationen auf Schadensereignisse bei Großveranstaltungen vorbereiten, mit dem Ziel: für eine hohe Verletztenzahl die optimale Behandlung und den schnellstmöglichen Transport sicherstellen.

Stefan Dietz wurde an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz in Köln zum Experten für die Absicherung von Großveranstaltungen ausgebildet. Zu seinem Verantwortungsbereich gehören die vom BRK betreuten Open-Air Konzerte und Faschingsumzüge in Stadt und Landkreis, der Residenzlauf, die Weinfeste wie die Bundesligaspiele der Kickers.

Auf Kopfsteinpflaster setzt das BRK Spezialtragegestelle ein.Foto: Krüger Foto: Stefan Krüger

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