WÜRZBURG

Bakken, Dauner, und dann Kino

(Rö.) Beim Hafensommer geben sich an diesem Wochenende bekannte Stars ein Stelldichein. Den Auftakt macht am heutigen Samstag, 28. Juli, die Norwegerin Rebekka Bakken. Sie hat sich mit ihrer unglaublich wandelbaren Drei-Oktaven-Stimme bei Freunden des Jazz und des anspruchsvollen Pops einen klingenden Namen gemacht. Ihre Songs sind feinsinnig und poetisch, Vergleiche mit Superstars der Singer-Songwriter-Szene wie Joni Mitchell oder Carole King werden ihr nur teilweise gerecht. Denn Rebekka Bakkens stilistische Breite geht über dieses Genre weit hinaus.

Ein Abend für Genießer also, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Auch deshalb nicht, weil Bakken eine ausgezeichnete, hochkarätig besetzte Band mitbringen wird. Vor ihr wird ab 20 Uhr die junge aus Nordfriesland stammende Sängerin Synje Norland mit abenteuerlustigen Popsongs das Publikum einstimmen.

Ebenfalls etwas für Kenner ist der Jazzabend am Sonntag, 29. Juli. Der inzwischen 76-jährige Wolfgang Dauner ist eine lebende Legende in der deutschen Jazzszene. Seit Jahrzehnten ist er eine der angesehensten Persönlichkeiten – als Pianist, Keyboarder, Komponist und vor allem als nach allen Seiten offener und vielseitiger Grenzgänger. Auch als Solopianist – als solcher präsentiert er sich beim Hafensommer – ist er verstärkt in Erscheinung getreten, wobei er sich hinter den berühmten US-Kollegen nicht verstecken muss. Denn Dauner hat verdammt gute Kompositionen im Repertoire, ist ein technisch perfekter Pianist und ein einfallsreicher Improvisator. Sein Auftritt wird sicher ein Highlight des diesjährigen Hafensommers.

Nach ihm entert die Jazz Big band Graz, die sich abgekürzt jbbg nennt, die Hafenbühne, um ihr neues Programm „Urban Folktales“ vorzustellen. Der große Klangkörper, der mit herkömmlichen Big Bands nur noch die Bezeichnung gemeinsam hat, besitzt eine ganz eigene Ausdrucksform, die sich nicht um Genre-Grenzen schert. Spacige Klangflächen stehen neben rockigen Parts, afrikanische Rhythmen neben Gedicht-Vertonungen. Dabei entsteht kein „Kessel Buntes“, sondern alle Teile werden zu einer stimmigen musikalischen Weltreise gefügt. Unter den modernen europäischen Big Bands ist jbbg sicher eine der innovativsten – nicht zuletzt dank des Einsatzes ungewöhnlicher Instrumente wie Drehleier oder elektrischer Zither.

Am Montag, 30. Juli, ist dann ab 21.30 Uhr die erste Kino-Nacht mit „Gainsbourg – Der Mann, der die Frauen liebte“. Tags darauf, am 31. Juli, ist um 21.30 Uhr der Kultfilm „Blow Up“ von 1966 zu sehen.

Karten für alle Veranstaltungen gibt es noch an der Abendkasse.

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