Würzburg

Baustelle: Fußgängerzone in der Theaterstraße macht Pause

Wegen der Bauarbeiten in der Haugerpfarrgasse und deren Sperrung rollt wieder beidseitig Verkehr durch die untere Theaterstraße. Doch das ist nicht die einzige Neuerung.
Wegen der bald gesperrten Haugerpfarrgasse wird die Fußgängerzone in der unteren Theaterstraße für den Anlieger- und Busverkehr in beide Richtungen geöffnet. Der Fußgängerbereich an der Parfümerie Dessloch wird deshalb zurückgebaut.
Wegen der bald gesperrten Haugerpfarrgasse wird die Fußgängerzone in der unteren Theaterstraße für den Anlieger- und Busverkehr in beide Richtungen geöffnet. Der Fußgängerbereich an der Parfümerie Dessloch wird deshalb zurückgebaut. Foto: Thomas Obermeier

Eine richtige Fußgängerzone war sie allein wegen des großen Busverkehrs noch nie. Jetzt rollen auch wieder Autos durch die untere Theaterstraße. Die Fußgängerzone dort hat nach ihrer Einführung im März letzten Jahres also schon wieder Pause - und das mindestens bis Ende nächsten Jahres. Schuld daran ist die Baustelle in der Haugerpfarrgasse. Sie wird nach dem Würzburger Stadtfest ab Montag, 16. September, zwischen der Einmündung von Textor- und Bahnhofstraße sowie dem Barbarossaplatz für den Auto- und Busverkehr gesperrt.

Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2020

Anlass ist die komplette Erneuerung der Straße, deren Fahrbahn danach etwas schmäler und der Fußgängerbereich etwas größer sein wird. Zuvor werden dort ebenfalls die Hausanschlüsse erneuert, Kanäle und Versorgungsleitungen sowie Leitungen für Fernwärme verlegt. Nach Auskunft der Stadt werden die Arbeiten voraussichtlich bis Ende 2020 dauern.

Die Haugerpfarrgasse wird ein Jahr lang runderneuert und deshalb für den Auto- und Busverkehr ab 16. September gesperrt.
Die Haugerpfarrgasse wird ein Jahr lang runderneuert und deshalb für den Auto- und Busverkehr ab 16. September gesperrt. Foto: Thomas Obermeier

Da zahlreiche Busse durch die Haugerpfarrgasse fahren und diese die einzige Zu- und Abfahrt für das Geviert an der Oberthür- und Kolpingstraße mit dem Kolpinghaus ist, ändert die Stadt grundlegend ihre Verkehrsführung: Anlieger und Zulieferer können wieder durch die untere Theaterstraße fahren, die in beiden Richtungen geöffnet wird.

Maximal Tempo 10 und in beiden Richtungen offen

Auch Busse werden dort weiterhin verkehren. Nach Auskunft von Baureferent Benjamin Schneider werden es "einige hundert Fahrten weniger" sein, aber kompliziert wird der Busverkehr dennoch. Denn einige Busse biegen, von der Textorstraße kommend, fast im 180-Grad-Winkel nach rechts in die Theaterstraße ab, um in Richtung Barbarossaplatz zu fahren.

Deshalb sind Umbauten an der Kreuzung von Theater-, Textor- und Semmelstraße nötig. Unter anderem wird die "Gehwegnase" vor der Parfümerie ein Stück gekappt, wobei der Baum und die Bank stehen bleiben sollen. Kein Platz ist dagegen mehr für die Fahrradständer in der Theaterstraße. "Diese Abstellmöglichkeiten versuchen wir im nahen Umfeld unterzubringen", sagt Schneider. Der Verkehr soll - auch auf ausdrücklichen Wunsch der Anlieger - möglichst langsam durch die Theaterstraße rollen: 10 km/h sind das Tempolimit.

Die bislang bis zu 500 Busse, die täglich durch die Theaterstraße fahren, werden zum Teil in die Textor- beziehungsweise in die Bahnhofstraße ausgelagert: In der Textorstraße sowie in der Bahnhofstraße nahe Stift Haug werden Ersatz-Bushaltestellen eingerichtet.

Die geänderte Verkehrsführung während der Bauzeit ist zwar durchgeplant, doch möchte Baureferent Schneider nicht ausschließen, "dass wir eventuell etwas nachsteuern müssen". Das gilt unter anderem für die rund 15 öffentlichen Pkw-Stellplätze im Geviert am Kolpinghaus, auf die der Einzelhandelsverband laut Schneider nicht verzichten möchte. Die Situation, ob sich hier im Anliegerbereich ein großer Parksuchverkehr entwickelt, werde das Rathaus deshalb beobachten.

Die Planungen für die Großbaustelle laufen seit fünf Jahren, die Bürger wurden schon seinerzeit und auch später noch einmal informiert und konnten Planungswünsche äußern. Zuerst werden die Leitungen in der Haugerpfarrgasse neu verlegt.

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle

Voraussichtlich im Frühjahr startet der eigentliche Straßenausbau. Wenn die Haugerpfarrgasse Ende 2020 dann fertig sein sollte, beginnt dort gleich die nächste Großbaustelle: Der Haugerkirchplatz wird neu gestaltet und die Kreuzung von Textor- und Bahnhofstraße mit der Haugerpfarrgasse bekommt einen Kreisverkehr. Veranschlagte Bauzeit: etwa ein Jahr, voraussichtlich Ende 2021 soll alles fertig und die untere Theaterstraße dann längst wieder Fußgängerzone sein.

Nach der Erneuerung der Haugerpfarrgasse bekommt dort der Knotenpunkt mit Textor- und Bahnhofstraße einen Kreisverkehr, der Haugerkirchplatz wird neu gestaltet. 
Nach der Erneuerung der Haugerpfarrgasse bekommt dort der Knotenpunkt mit Textor- und Bahnhofstraße einen Kreisverkehr, der Haugerkirchplatz wird neu gestaltet.  Foto:  Illustration Stadt Würzburg

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