Randersacker

Baustellenlärm: Ein "Maulkorb" für die Pfahlramme

Eine Verkleidung der Ramme und zeitliche Beschränkungen haben den Lärm für die Anwohner Am Jakobsbach in Randersacker gemildert. Foto: Antje Roscoe

Acht Tage stand die Ramme auf der Baustelle Am Jakobsbach in Randersacker still, dann wurde sie unter Auflagen vom Landratsamt wieder freigegeben. Sie arbeitet jetzt zeitlich eingeschränkt, um die Anwohner zu schonen.

Ein Konzept und entsprechende Maßnahmen mit Nachweisen zur Reduzierung des Baulärms hatte das Landratsamt gefordert, nachdem sich Anwohner beschwert hatten. Von der Ramme, die 164 Fundamentpfähle mit einer Länge von acht Metern in den Boden schlägt, war über den ganzen Tag nervtötender Schlaglärm ausgegangen. Die erhebliche Überschreitung der Grenzwerte und die Dauerbelastung über der ganzen Tag hatte das Landratsamt schließlich als "eine nicht mehr zumutbare Belastung der Anwohner” eingestuft und die Ramme als verursachende Baumaschine vorübergehend stillgelegt.

Über Mittag wurde jetzt eine Ruhezeit von eineinhalb Stunden festgelegt.

Wie die Pressestelle des Landratsamtes auf Nachfrage mitteilt, sei zunächst der Hammerkopf des Geräts entsprechend technischer Empfehlungen mehrlagig mit Matten ummantelt worden, um den Schall zu dämpfen. Dies hätte aber nicht ausreichenden Effekt gehabt. Die Immissionsrichtwerte für die Anwohner waren auch mit der Verkleidung des Rammhammers überschritten. Da technisch keine anderen Möglichkeiten zur Minderung des Lärms gegeben waren, seien zeitliche Einschränkungen für das Rammen festgelegt worden, welches über normalen, zu tolerierenden Baustellenlärm hinaus geht. Wie es heißt, "darf die tägliche Rammzeit in der Summe maximal zweieinhalb Stunden betragen.

Zudem wurde über Mittag eine Ruhezeit von eineinhalb Stunden festgelegt.” Die Ausrichtung der Ramme soll ferner regelmäßig geändert werden, um die Belastungen alternierend zu verteilen. Die Rammzeiten sollen nach Möglichkeit die Anwesenheitszeiten der Anwohner berücksichtigen. Bauherr Markus Schröder von der Würzburger Immobilien-Firma Muth & Schröder Projekt GmbH bestätigt, dass sie sich vor allem mit den Familien abgestimmt haben, die kleine Kinder haben.

Das Landratsamt verlangt tägliche Nachweise.

Die Zahl der eingearbeiteten Fundamentpfähle für das Bauvorhaben mit 13 Eigentumswohnungen ist zu dokumentieren. Das Landratsamt verlangt tägliche Nachweise. Demnach werden seit dem 30. Oktober unter Beachtung der zeitlichen Beschränkungen täglich nur noch sechs bis acht Pfähle eingerammt. Beschwerden habe es nach Schröders Kenntnisstand keine mehr gegeben. Einige Anwohner hätten es auch lieber gehabt, wenn die Arbeiten schnell abgeschlossen werden, sagt er. Die Tiefengründung soll noch diese Woche fertig werden.

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