Würzburg

Bayerischer Integrationspreis: Zwei Preise für Würzburg

Am 27. Juni verleihen Gudrun Brendel-Fischer, Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags und Joachim Herrmann, Bayerischer Integrations- und Sportminister im Maximilianeum den Bayerischen Integrationspreis. Der mit 6.00 Euro dotierte Bayerische Integrationspreis steht 2019 unter dem Motto „Der Sport schafft‘s, der Sport macht’s“. Die Jury, die sich aus Mitgliedern des Bayerischen Integrationsrates zusammensetzt, darunter auch Abgeordnete des Bayerischen Landtags, hat die diesjährigen Preisträger bekanntgegeben, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der zweite Preis geht an "Auch du kannst es bringen, Bro", ein Breakdance-Multiplikatoren-Projekt in Würzburg. Projektverantwortlicher ist Thomas Bagdas. Das "Breakdance-Multiplikatoren-Projekt" hat sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund gemeinsam über den Sport zu Erfolg, allgemeiner Anerkennung und Steigerung des Selbstwertgefühls zu verhelfen. Das Projekt will dem Publikum zeigen, dass bei dieser Sportart auf einfache Weise die Grenzen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts oder des Alters überwunden werden können. Typische Aktionen sind Auftritte in Schulen, bei Festen im Stadtzentrum oder bei öffentlichen Veranstaltungen auch außerhalb Bayerns. Interessierten Kindern und Jugendlichen wird die Möglichkeit geboten, an "Breakdance-Work-Shops" oder Tanz-AGs teilzunehmen.

Der dritte Preis geht an STAR - Starkes Team Außergewöhnlicher Ruderer. Projektträger ist die Rudergemeinschaft Olympos Würzburg und Projektverantwortliche ist Cornelia Drewitzki. Rudern für und mit jugendlichen Flüchtlingen, das bietet die Rudergemeinschaft Olympos Würzburg seit 2015 an. Nach oftmals traumatischer Flucht über das Mittelmeer soll es auf diese Weise Kindern und Jugendlichen im Mannschaftsboot ermöglicht werden, das Element Wasser auch wieder mit positiven Erlebnissen zu verknüpfen.

Neben dem Rudern bietet die ROW aber auch Schwimmen und Hallensportarten an. Insgesamt haben bislang über 200 Jugendliche mit Fluchterfahrung an den ROW-Sportprogrammen teilgenommen und auf diese Weise das Rudern und natürlich auch das Schwimmen gelernt. Da wortwörtlich alle in einem Boot sitzen, werden gleichzeitig Werte wie Fairness, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein vermittelt. Neben dem Rudern bietet der Verein einen von Trainerinnen geleiteten wöchentlichen Schwimmkurs für Frauen und Mädchen an. Darüber hinaus unterstützt er die jungen Menschen auch bei der Praktikums- und Jobsuche oder bei Behördengängen.

Der erste Preis geht an das Projekt CampusAsyl Sport in Regensburg.

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