Gerbrunn

Beim kommunalpolitischen Aschermittwoch der SPD Gerbrunn

Stefan Wolfshörndl bewirbt sich um eine weitere Amtszeit als Bürgermeister. Auf dem traditionellen kommunalpolitischen Aschermittwoch der SPD hat Wolfshörndl seine erneute Kandidatur für das Bürgermeisteramt bei der Kommunalwahl 2020 angekündigt. Damit habe er Spekulationen über mögliche Wechsel in andere Positionen beendet, heißt es in einer Pressemitteilung.

In seinem Rückblick streifte Wolfshörndl die Entwicklung der vergangenen Jahre, deren Meilensteine unter anderem die Einrichtung der Kulturbühne in der Alten Feuerwehr, der Ausbau der Kinderbetreuung oder die Erschließung des Baugebiets Kirschberg III, gewesen seien. Dabei sei der Einstieg in die Städtebauförderung für die Entwicklung der Gemeinde "immens wichtig" gewesen.

Ferner führte Wolfshörndl aus: Der Siedlungsdruck sei ungebrochen, Wohnraumbedarf weiter hoch. Es müssten vor allen Dingen Möglichkeiten der Nachverdichtung und Bestandsgrundstücke geprüft werden, bevor man neue Baufelder ausweise. Erste Schritte hat der Gemeinderat laut Pressemitteilung mit einem anstehenden Workshop Innen/Außenentwicklung bereits eingeleitet. Um neue Wege zu testen, sei ein Modellversuch mit kleinen, platzsparenden Wohnungen oder Häuser, sogenannte „Tiny Houses“ , angestoßen worden. 

Beim Thema Mobilität steht laut Wolfshörndl der ÖPNV mit der Linie 14 im Vordergrund. Hier habe es in der Vergangenheit Grund zur Klage gegeben, dies solle verbessert werden, auch im Hinblick auf die anhaltende Diskussion zur Straßenbahnlinie 6. Mit dem Car-Sharing Angebot und zwei stationieren Autos habe die Gemeinde genauso auf moderne Mobilität reagiert wie mit einer Elektro-Ladestation für E-Bikes, die bei Bedarf auch für E-Autos erweitert werden können.

Im Hinblick auf den Volksentscheid Artensterben verwies Wolfshörndl auf die seit Jahren in Gerbrunn durchgeführten Maßnahmen wie Blühstreifen oder ganze Äcker, die die Gemeinde aber auch private Landwirte für Insekten, Bienen und Schmetterlinge aufwerten würden. Aufgefordert sei aber auch jeder private Grundstücksbesitzer - Steingärten vorne und Mähroboter hinten im privaten Garten würden der Natur wenig helfen.

Auch kündigte der Bürgermeister an, es werde in näherer Zukunft Bürger-Workshops unter anderem zu den Themen Schießanlage Roßsteige und Zukunft des alten Bauhofs geben.

Zur Zusammenarbeit im Gemeinderat sagte Wolfshörndle, diese sei gut. Die meisten Projekte seien  einstimmig auf den Weg gebracht worden. „Wir diskutieren in der Sache, reiben unsere Argumente, entscheiden und packen dann gemeinsam an.“

Angesichts der Globalisierung und weltweiten Umweltprobleme sei die Kommunalpolitik untrennbar mit der großen Politik verwoben, so Wolfshörndl weiter, der darum bat, zur Europawahl zu gehen und "dem aufkommenden Nationalismus mit ihrer Stimmabgabe für europafreundliche Parteien mit einem klaren Votum entgegenzutreten".

In der anschließenden Diskussion wurde das neue Gewerbegebiet angesprochen. Wolfshörndl betonte, dass einerseits die Eingriffe in die Natur überschaubar bleiben würden, andererseits ein lokales Unternehmen in seiner Entwicklung unterstützt werde. Einem Discount-Markt oder Outlet-Center hätte der Gemeinderat nicht zugestimmt.

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