WÜRZBURG

Belegschaft des „Obermain Tagblatt“ demonstriert in Würzburg

In Gallierkostümen demonstrierten „Die Wertschätzer“ vom Obermain Tagblatt in der Würzburger Innenstadt.
In Gallierkostümen demonstrierten „Die Wertschätzer“ vom Obermain Tagblatt in der Würzburger Innenstadt. Foto: Thomas Obermeier

Mit viel Witz und einigem Engagement machten Mitarbeiter des Obermain Tagblatts aus Lichtenfels, das ein Tochterunternehmen der Main-Post ist, am Dienstagmittag auf ernsthafte Anliegen aufmerksam. In Gallier-Kostümen und unter dem Namen „Die Wertschätzer“ demonstrierte die gewerkschaftlich organisierte Belegschaft der oberfränkischen Lokalzeitung im Rahmen einer Streikwoche in der Würzburger Innenstadt für bessere Arbeitsbedingungen und Gehaltserhöhungen.

Stellenabbau und fehlende Gehaltserhöhungen

Wie der Betriebsratsvorsitzende des Obermain Tagblatts Till Mayer erläutert, ist der Name der Aktion nicht zufällig gewählt: „Wir fühlen uns teilweise einfach nicht wertgeschätzt.“ Das hänge vor allem damit zusammen, dass die Belegschaft seit der Übernahme des Obermain Tagblatts durch die Main-Post im Jahre 2012 um mehr als die Hälfte zurückgefahren wurde. „Zwar waren das teilweise sinnvolle Einschnitte und wir machen nun Gewinne aber hinzu kommt, dass unsere Mitarbeiter größtenteils seit zehn Jahren keine Gehaltserhöhung mehr bekommen haben“, sagt Mayer.

Lesernähe nicht verlieren

Der Belegschaft gehe es vor allem um den Erhalt ihrer Zeitung, sagt Till Mayer: „Wir sind eine Zeitung, die auch ihre Leser wertschätzt.“ Nun seien aber zwei Außenstellen der Redaktion geschlossen worden. „Damit geht Lesernähe verloren. Das ist unsere Stärke und die wollen wir nicht aufgeben.“

Main-Post GmbH zeigt Verständnis

Der Geschäftsführer der Main-Post GmbH, David Brandstätter, reagierte auf die Demonstration mit Verständnis aber auch mit einer klaren Haltung: „Unsere Belegschaft hat selbstverständlich das Recht, für Veränderungen ihrer Arbeitsbedingungen zu streiken. Wir sind allerdings der Auffassung, dass ein Arbeitskampf nicht auf dem Rücken unserer Kunden und der Öffentlichkeit ausgetragen werden sollte. Wir setzen zudem alles daran, dass unsere Leser auch während der Streikphasen ihre Produkte wie gewohnt erhalten.“ Eine inhaltliche Diskussion wolle man aber nur zwischen den Verhandlungsparteien und nicht in der Öffentlichkeit führen.

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