Bergtheim

"Bergtheim lässt's krach": Kabarett mit der Kult-Band Spilk

Die Band "Spilk" aus der Rhön mit Joachim Bühner, Frank Schmitt und Martin Reinhard (Choppi, Franky und Maddin) rockte die Bühne und begeisterte das Publikum beim Kabarettabend in Bergtheim. Foto: Irene Konrad

Über 400 Gäste, tosender Applaus und überglückliche Veranstalter – das ist das Resümee eines Kabarett- und Musikabends in der Bergtheimer Willi-Sauer-Halle. "Mein ganzes Herzblut steckte in dieser Veranstaltung", strahlt Michael Schmitt als Ideengeber und Mitorganisator über den Zuspruch. Dass das Publikum "total aus dem Häuschen war", davon werde er lange zehren.

Es war geplant, mit Ines Procter, Fredi Breunig und Otmar Schraud drei Kabarettisten auftreten zu lassen, die von der Rhöner Band Spilk musikalisch umrahmt werden sollten. Leider ist Ines Procter kurzfristig krankheitsbedingt ausgefallen. Für sie sprang Günter Stock mit seiner Paraderolle als Fränkisches Weinbäuerle ein.

Die Figur des Häckers Karl ist dem Kabarettisten aus Margetshöchheim auf den Leib geschrieben. Auf seine Hacke gestützt und den tönernen Weinkrug in Griffnähe, erzählte Stock in Häckerschürze und blauem Kittel von seiner Frau Kunnerle, Alterskrabbeli, fränkischem Sushi in Scheiben, dummen Gebabbl im Wartezimmer von Ärzten oder dem "Whirlpool des kleinen Mannes".

Den Franken in die Seele geschaut

Auch Otmar Schraud aus Binsfeld schlüpfte in Kostüme. Vor der Pause trat er als Bauer Eugen auf, danach als dessen Frau Olga, einer geborenen Hupfendobel. Schraud schilderte sein Eheleben und berichtete über Erlebnisse am Frankfurter Flughafen und in Afrika. Seine Geschichten auf einer Safari, mit einem Taxifahrer, über die Kuh Waltraud und Sohn Kümmele sowie über die Linsensuppe-Jaqueline oder die Mülltonnen-Lisbeth kamen gut an.

Viel Applaus bekam Fredi Breunig aus Salz, der mit ungeheurem Wortwitz, mit Schlagfertigkeit und Gedichtli das Publikum begeisterte. Immer wieder beteuerte er: "Das ist kein Witz", als er von verrückten Zeiten, Seniorentänzen, Laubbläsern als Symbol unserer Zeit oder der Digitalisierung sprach. Den Franken in die Seele zu schauen, das ist Breunigs, Spezialität, Leidenschaft und Können.

Den Spaß auf der Bühne umrahmte die Kult-Band Spilk. Der Name bedeutet in der Rhön so viel wie "zum Ratschen in die Nachbarschaft zu gehen". Den drei Musikern Franky, Choppi und Maddin alias Frank Schmitt, Joachim Bühner und Martin Reinhard war es ein wenig bang gewesen, "zum ersten Mal auf fremden Terrain" aufzutreten.

Stehender Beifall für Kult-Band

Aber mit ihrer zünftig-frechen Musik, ihrem "dummen Gschmarr", ihren Eigenkompositionen und bissig-frechen Liedern eroberten sie das Bergtheimer Publikum im Sturm. Spätestens bei Hubert von Goiserns gefühlvollen "Heast as nit" am Ende der Bühnenshow hatte Spilk das Publikum ganz auf seiner Seite und erntete stehende Beifallsstürme.

Auch dank eines rührigen und engagierten Küchenteams und zahlreichen Helfern hinter der Bühne war der Kabarettabend "Bergtheim lässt's krach" ein großer Erfolg für die Gardeabteilung des Bergtheimer Sportvereins als Ausrichter. Die fränkischen Gerichte haben den Gästen bestens geschmeckt. Und selbst nach fünf Stunden Programm war für viele der Abend noch lange nicht zu Ende.

Zu Beginn des Abends hatte Spilk musikalisch gefragt, ob denn alle da sind. Nach dem Showabend dürften sie alle Spritzigen, Witzigen, Kernigen, Lumpigen, Trittbrettfahrer, Krötensammler, Brennholzfäller, Erbsenzähler, Besserwisser, Veganer, Spekulanten und Dilettanten zufrieden gestellt haben.

Fredi Breunig bei seiner Comedy-Show bei "Bergtheim lässt's krach". Foto: Irene Konrad

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