Rimpar

Bernhard Weidner: "Es kommt auf jede Stimme für mich an"

Für den Posten des Bürgermeisters in Rimpar hat es Bernhard Weidner in die Stichwahl geschafft. Mit welchen Zielen er überzeugen will.
Bernhard Weidner hat es in die Stichwahl geschafft. Der CSU-Poltiker will unter anderem die Verkehrsprobleme in Rimpar angehen.
Bernhard Weidner hat es in die Stichwahl geschafft. Der CSU-Poltiker will unter anderem die Verkehrsprobleme in Rimpar angehen. Foto: Weidner

Mit deutlichem Abstand gegenüber den insgesamt vier Mitbewerbern hat Bernhard Weidner, der Kandidat der CSU, die erste Runde der Bürgermeisterwahl gewonnen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wähler entscheiden, die für den Freien Wähler Rene Schleich (zehn Prozent) oder die SPD-Kandidatin Elke Weippert (23,2 Prozent) von der SPD gestimmt haben. Im Marktgemeinderat hat die CSU-Fraktion keine Mehrheit. Wie will Weidner die Wähler überzeugen?

Frage: Wie schätzen Sie Ihr Ergebnis von 43,7 Prozent ein?

Bernhard Weidner: Es kommt in der Stichwahl auf jede Stimme für mich an, und die Stichwahl beginnt wieder bei Null Stimmen. Ich bin allerdings meinen Wählern sehr dankbar für mein gutes Stimmenergebnis im 1. Wahlgang und möchte jeden bitten, in der Briefwahl wieder seine Stimme für mich abzugeben.

In Bayern gilt wegen des Coronavirus der Katastrophenfall. Wie können Sie nun Wahlkampf führen?

Weidner: Durch die Ausgangsbeschränkung und durch die neuen Prioritäten, die jeder persönlich durch die Corona-Krise hinnehmen muss, ist seit 21. März kein Wahlkampf für die Stichwahl am 29. März mehr möglich.

Was sind Ihre wichtigsten Ziele für die nächsten sechs Jahre?

Weidner: Ich möchte nach der Bewältigung der Corona-Krise und der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen dieser Krise in Rimpar endlich die Verkehrsproblematik lösen, damit sich der Innerort wieder entwickeln kann und ein Lebensmittelpunkt und Wohnqualität für Jung und Alt entstehen kann. Das gilt auch für Maidbronn und Gramschatz.

Welche Qualifikation bringen gerade Sie mit, um diese Ziele umsetzen zu können?

Weidner: Als Gemeinderat habe ich bereits mitgearbeitet, die (finanzielle) Krisensituation in den Jahren 2008 und 2009 zu bewältigen. Damals sind die Gewerbesteuereinnahmen massiv eingebrochen. Ich traue mir deshalb zu, gemeinsam mit den Bürgern der Marktgemeinde Rimpar auch in der aktuellen Situation die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen.

Inwiefern wollen Sie an die Arbeit des amtierenden Bürgermeisters Burkard Losert anknüpfen?

Weidner: Im Gegensatz zu Burkard Losert will ich ganz konkret die Ansiedlung von Gewerbe priorisieren. Außerdem will ich Schließungen von Ladengeschäften im Innerort wie Condi, Edeka und Schlecker nicht hinnehmen, sondern aktiv die Ansiedlung von Einkaufsmöglichkeiten unterstützen. Die laufenden Projekte werde ich natürlich fortführen, allerdings werde ich ein striktes Kosten- und Terminmanagement einführen. Es gilt dabei, den Klimawandel als neue Rahmenbedingung zu beachten, aber in der Umsetzung immer sinnvoll für die Bevölkerung zu handeln. Ich werde eine verantwortungsvolle politische Linie anstreben, denn alleine Wohlfühlpolitik wäre zu kurz gegriffen.

Was schätzen Sie an ihrer Gegenkandidatin?

Weidner: Ihren Mut, ohne jegliche kommunalpolitische Erfahrung diese Aufgabe anzugehen. Ich muss dazu anmerken, dass ich mir trotz meiner fast 18-jährigen kommunalpolitischen Erfahrung auf Gemeinde- und Verbandsebene meine Kandidatur lange überlegt habe, da ich einen hohen Respekt vor dem Amt und der Verantwortung des 1. Bürgermeisters habe.

Bernhard Weidner
Bernhard Weidner ist 55 Jahre und CSU-Mitglied. Er hat vier Kinder und ist Prokurist bei der Mainfranken Netze GmbH.

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