WOLKSHAUSEN

Bischof Friedhelm Hofmann eröffnet den Jubiläumsreigen für die Kirche

Bischofsbesuch
Bischof Friedhelm Hofmann hielt den Gottesdienst zum Auftakt des 400-jährigen Weihejubiläums der Wolkshäuser Kirche und gab den jüngsten Wolkshäusern seinen Segen. Foto: HANNELORE GRIMM

„Über 400 Jahre hinweg ist dieses Gotteshaus die geistige Mitte des Ortes, die allen Bewohnern Heimat geben will und signalisiert, dass hier gleichsam die Pforte des Himmels ist“.

Bischof Friedhelm Hofmann, der mit diesen Worten seine Predigt begann, sparte nicht mit Worten über den Glanz der Kirche St. Markus und Maria Verkündigung, die in diesem Jahr ihr 400-jähriges Weihejubiläum feiert. Beim eindrucksvollen Gottesdienst zum Auftakt der Veranstaltungen im Jubiläumsjahr wirkte die Schola unter der Leitung von Margit Karl mit.

Laut Pfarrer Klaus König, der einen Einblick in die Vergangenheit gab, fiel der Bau der Kirche 1616 ins letzte Dienstjahr des 1617 verstorbenen Bischofs Julius Echter von Mespelbrunn. Während die prächtige Kirche Spuren von 1616 in sich trägt, ging der 26. Nachfolger von Julius Echter Friedhelm Hofmann, auf die Themen ein, die heute die Menschen in aller Welt beschäftigen.

Anders, als zur Zeit des Kirchenbaus, als der 30-jährige Krieg kurz bevorstand und machtpolitische Auseinandersetzungen das Leben erschwerten, bedrückt heute die Terrorgefahr die Menschen in Europa, sagte der Bischof. Ausgelöst durch die weltweiten Krisen sind Menschen auf der Flucht und auf der Suche nach einer neuen Heimat. Der Bischof, wies auf die Gefahr einer schleichenden Säkularisierung und der Tendenz hin, dass die christlichen Werte verloren gehen könnten. Nach seinen Worten sollten die Christen selbstbewusst sein und keine Angst vor dem Islam zeigen.

Nach der Basis des christlichen Glaubens, den zehn Geboten und dem Grundsatz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ sind, so Friedhelm Hofmann die Menschen aufgerufen, nicht gegen die anderen, sondern mit ihnen die Aufgaben der Zeit zu bewältigen.

Bevor Kirchenpfleger Norbert Roth die Gläubigen, darunter Bürgermeister Bernhard Rhein und Bundestagsabgeordneten Paul Lehrieder willkommen hieß, hielten die jüngsten Wolkshäuser Einzug in die festlich geschmückte Kirche. Begleitet von den Leiterinnen der Kinderkirche Sabine Scheckenbach und Bernadette Neumann erfreuten die Kleinen nicht nur Bischof Friedhelm mit ihrem Lied.

Nach den Ausführungen von Norbert Roth, der vor allem seinen Dank an alle abstattete, die sich für die kirchlichen Belange einsetzen, ist das Gotteshaus ein wichtiger unverzichtbarer Bestandteil der Menschen im Ort. Unzählige Menschen haben, wie er sagte, über die Jahrhunderte hinweg nicht unerhebliche Opfer für den Unterhalt des Gebäudes erbracht und haben sich von früher bis heute auf vielfältige Weise für „ihre“ Kirche eingesetzt.

Nach dem von der Musikkapelle Wolkshausen (Leitung Christian Scheckenbach) angeführten Festzug, (oder besser der Schneewanderung) wurde der Auftakt des Kirchenjubiläumsjahrs im ehemaligen Kindergarten (AKW) gefeiert.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Wolkshausen
  • Hannelore Grimm
  • Bernhard Rhein
  • Bischöfe
  • Friedhelm Hofmann
  • Julius Echter von Mespelbrunn
  • Kirchliche Bauwerke
  • Paul Lehrieder
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!