WÜRZBURG

Bissiger Dadord mit Grusel und viel Blut

Schoppengespräche: Kommissar Rabe (Gerald Schneider, links) und sein Kumpel Strick (Christian Kelle) diskutieren über bl... Foto: Screenshot: rrtv

Eine dunkle, unheimliche Nacht, Vollmond, ein paar Wolken ziehen vorüber. Durch die einsame Pleich in Würzburg schlurft Nachtwächter Günter Stock mit Laterne und Hellebarde. Dumpf sind seine Schritte auf dem Kopfsteinpflaster zu hören, sein großer Schlüsselbund rasselt. Plötzlich entdeckt er einen Betrunkenen. Doch als er die in einer Ecke kauernde, vermeintliche Alkoholleiche mit der Hellebarde anstumpt, sackt diese weg. „Der is ja dod“, entfährt es ihm. Bei genauerem Hinsehen entdeckt er auch noch zwei seltsame Wunden am Hals des Toten.

So beginnt „Vollmond“, der neue „Dadord Würzburch“ aus der Laienfilmschmiede radio rimpar television (rrtv). Vampirisch und gruselig geht es in dem neunzigminütigen Krimi zu. Denn der prollige Detektiv Axel Strick (Christian Kelle) findet auch noch ein Grab mit einem leeren Sarg in den Wehrgängen der Festung Marienberg. Treibt wirklich ein Blutsauger in der Bischofsstadt sein Unwesen?

Auch der Erkennungsdienstbeamte Hesselbach (Norbert Edelmann) glaubt daran, während seine neue Kollegin Hermine Schnürle (Silvia Forster) so etwas für baren Unsinn hält, was sie in reinstem Schwäbisch deutlich zum Ausdruck bringt. Aber dann kommt eine weitere Leiche dazu, ebenfalls blutleer und mit Bissmalen versehen. Da wundert es kaum noch, dass eine ganze Busladung voll Vampirtouristen, angeführt von einem schmierigen Reiseleiter (höchst amüsant: Achim Beck) Kurs auf das mysteriöse Treiben in der Bischofsstadt nimmt.

Rund 32 Drehtage haben die weit über 130 Mitwirkenden vor der Kamera innerhalb eines Jahres hinter sich gebracht. Herausgekommen sind eineinhalb Stunden, prall gefüllt mit Gags und Wortwitz, spannenden Krimiszenen, viel Lokalkolorit und einer gehörigen Portion schwarzem Humor.

Wie schon in den beiden Krimis zuvor, ermitteln altbekannte Gesichter: Der gutmütige Kommissar Gerald Rabe (Gerald Schneider), seine taffe Kollegin Susanne Müller (Susanne Brendle) und der fränkisch derbe Privatdetektiv Axel Strick (Christian Kelle) mit seiner Freundin, der Anwältin Sandrine da Silva (Martina Woller-Völp). Unterstützt werden sie unter anderem von den Streifenbeamten Tina Aschenbrönner (neu im Team: Claudia Großkopf) und Harry Strobel (Wolfgang Laug). Mit fränkischer Gewitztheit und schwäbischer Schläue kommen sie der Wahrheit Stück für Stück auf die Spur.

Auf das Ergebnis ist Produzent und Regisseur Kelle stolz. „Ich denke, wir haben uns auch diesmal wieder verbessert, sowohl schauspielerisch als auch technisch“, sagt er. Obwohl er oft zu hören bekommt, dass gerade „der semiprofessionelle Charme“ die Menschen in der Region begeistert. „Die Leute wollen gar keinen perfekten Film sehen, denen ist Lokalkolorit viel wichtiger als spektakuläre Effekte oder geschliffene Schauspielkunst“, meint der Rimparer.

Die Idee zu „Vollmond“ stammt von rrtv-Techniker Jochen Krapf und nimmt die aktuellen Vampir-Filme und Fernsehserien auf die Schippe. Viele bekannte Gesichter aus dem kulturellen und öffentlichen Leben Würzburgs sind wieder mit von der Partie, unter anderem die Kabarettistin Birgit Süß und Würzburgs OB Georg Rosenthal.

Kinostart für den dritten „Dadord“ ist Freitag, der 13. Januar. Die Premiere und die Vorstellung am 14. Januar in der Daxbaude in Versbach sind allerdings schon ausverkauft. Für den 15. Januar um 15 Uhr gibt es in der Daxbaude noch Karten. Ab dem 16. Januar ist „Vollmond“ dann elfmal im CinemaxX Würzburg und viermal im Theater am Neunerplatz zu sehen (Reservierung für Neunerplatz unter Tel. 09 31 (41 54 43)).

Informationen und Kartenbestellungen auf der Homepage www.radiorimpar.de. Dort ist auch ein Trailer zu sehen.

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