Kirchheim

Björn Jungbauer erneut Bürgermeister-Kandidat in Kirchheim

Bei der Nominierung für die Kommunalwahl 2020 in Kirchheim (von links): MdL Manfred Ländner, stellvertretender Bürgermeister Edwin Engert, Bürgermeisterkandidat Björn Jungbauer, die Vorsitzende der Freien Bürger Silke Hümpfner und CSU-Ortsvorsitzender Johannes Kern. Foto: Ammon

Im Jahr 2014 war es ein Wagnis, als die Kirchheimer CSU und die Freien Bürger mit Björn Jungbauer einen Auswärtigen für die Wahl des Bürgermeisters aufgestellt hatten. Fünf Jahre später scheint der Margetshöchheimer in der Gemeinde angekommen. Bei der Normierung für die Wahl im März erhielt er eine Zustimmung von 93 Prozent der Wahlberechtigten.

Auch die Wahlliste mit den Kandidaten für den Gemeinderat ist bereits weitgehend gefüllt. Die Nominierung im Kirchheimer Heblingshof war der Auftakt zum Wahlkampf. Es gehe darum, Kirchheim als Kleinzentrum, das weiterhin viele Angebote des täglichen Bedarfs abdecke, zu stärken. Dies sei das das gemeinsame Ziel mit dem Gemeinderat, in dem es ein "hervorragendes Miteinander" gebe.

Was in der zu Ende gehenden Wahlperiode genau geleistet wurde, fasste er in einer Zusammenstallung von A, wie Anbau an das Bürgerheim, bis Z, Sozialarbeit in der Schule, zusammen. Als weitere wichtige Punkte nannte er den Neubau der Brücke über die Eisenbahn-Linie, den barrierefreien Bahnhof in Gaubüttelbrunn, den Bauhof, der kommendes Jahr eröffnen soll, und die Ansiedlung eines Supermarktes sowie den damit ermöglichten Bau des Radwegs nach Wittighausen.

Jungbauer will weiter Schulden abbauen

Auch die Vereine, eine gute Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr, eine neue Zahnarztpraxis und die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung über eine Arztfiliale erwähnte er. Dabei waren auch schon vergessene Themen wie die Flüchtlingsunterbringung in der Turnhalle oder der Nachweis des größten Gelbbauchunken-Vorkommens in Unterfranken Beispiel für eines der "grünen Themen", die die Gemeinde angepackt habe.

Die bisherige Amtszeit war von einer deutlichen Ausweitung des Haushalts gekennzeichnet. Waren 2014 nur etwas mehr als vier Millionen Euro im Haushalt, so belief er sich zuletzt auf 7,4 Millionen Euro. Darin schlagen sich gute Steuereinnahmen, aber auch viele Investitionen nieder. Gleichzeitig ist es gelungen, 500 000 Euro Schulden abzubauen. Obwohl die Zeiten "sprudelnder Steuereinnahmen" bald zu Ende gehen dürften, möchte er weitere Schulden abbauen. Auch setzt er wie bisher auf einen Ausbau der überörtlichen Zusammenarbeit der Gemeinden. "Eine Gebietsreform 2.0", wie manche bereits befürchten, werde es jedoch nicht geben, versicherte er.

Grundschule soll auf zehn Klassen wachsen

Bewusst vermied er große Wahlversprechen. Dennoch gebe es eine Reihe von Herausforderungen, die die Gemeinde mit großer Kraftanstrengung bewältigen dürfte: Es fehlen in den beiden Kindergärten drei Gruppen für Kleinkinder und die Grundschule benötigt dringend eine Modernisierung und Erweiterung. Sie soll von acht auf zehn Klassen wachsen, um den Bedarf aufzufangen. Die Entscheidung, das Schulgebäude in Gaubüttelbrunn aufgegeben zu haben, verteidigte er im Interesse einer qualitativen Schulausbildung. Er möchte sich zudem dafür einsetzen, dass dort eine Tagespflege für Senioren entsteht. In beiden Fällen ist bisher nicht klar, wie der zusätzliche Platz für die Millionenprojekte geschaffen werden kann.

Diese Frage möchte er gemeinsam mit dem Gemeinderat klären. "Ich bin guter Dinge, dass wir dies gemeinsam und an der Sache orientiert schaffen werden", betonte Jungbauer. Bei einer Klausur, die im November stattfinden soll, werden diese Themen sicher auf den Tisch kommen.

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