WÜRZBURG

Boulevard Würzburg: Johanniterbäck öffnet wieder

Boulevard Würzburg: Johanniterbäck öffnet wieder

Sechs Wochen war die Weinstube Johanniterbäck am Eingang der Sanderstraße wegen Pächterwechsels geschlossen. An diesem Samstag feiern die neuen Wirtsleute Siggi und Birgit Hofmann (Foto) die Wiedereröffnung mit Musik. Gemeinsam mit dem Hausbesitzer wurde in den letzten Wochen die Küche komplett erneuert. Das schöne alte Mobiliar in der Gaststätte und seinem kleinen Nebenraum ließen die Wirte aufmöbeln.

Der Zellerauer Maler Reinhold Müller hat die Wand hinter dem runden Stammtisch mit einem weinseligen Bild ausgestattet. Die Metzgersfamilie Hofmann betrieb zuletzt den Maulaffenbäck. Wie dort wollen sie auch im Johanniterbäck die typische Bäck-Tradition pflegen. Unterstützt werden sie im Service unter anderem von ihrem Sohn Felix, der im Hotel Maritim seine Lehre gemacht hat, und von dessen Freundin Kristin, die auf der Wittelsbacher Höh' ausgebildet wurde.

Der Johanniterbäck ist ein Haus mit langer Geschichte. 1179 wurde eine der ersten Ordensniederlassungen der Johanniter gegründet. Diese pflegten den Brauch, sich nach dem Frühgottesdienst mit der Bevölkerung beim Frühstück zu stärken. 1806 wurde die Kommende durch ein Dekret Napoleons enteignet und aufgelöst. Nun entstand an dieser Stelle ein bürgerliches Gasthaus. Nach den napoleonischen Kriegen sicherten sich findige Bäcker in Würzburg das Schankrecht und begründeten so die Tradition der Bäcks.

Deren Kennzeichen sind eine gemütliche Ausstattung und gute Schoppen, zu denen man auch seine eigene Brotzeit mitbringen darf. Diese Tradition wird im Johanniterbäck auch unter den neuen Wirten fortgesetzt. Natürlich gibt es auch eine eigene fränkische Küche mit Blauen Zipfeln und Bratwürsten, Knöchle, gebackener Leber, Salatteller, Roastbeef und manchem mehr. Foto: Herbert Kriener

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