Würzburg

Bürgerinfo: Viel Lob für die Faulhaberplatz-Planung

Bürgerdialog über die geplante Parkanlage: Warum die Initiatoren des Bürgerbegehrens und Stadtheimatpfleger Hans Steidle den Entwurf des Gartenamts gelungen finden.
Gartenamtschef Helge Bert Grob erläutert den Entwurf für die künftige Parkanlage auf dem Kardinal-Falhaber-Platz.
Gartenamtschef Helge Bert Grob erläutert den Entwurf für die künftige Parkanlage auf dem Kardinal-Falhaber-Platz. Foto: Patrick Wötzel

Die eine oder andere kritische Anmerkung gab es, aber gute Noten für den Entwurf des Gartenamts in Sachen Kardinal-Faulhaber-Platz waren eindeutig in der Überzahl: Von gut vierzig abgegebenen Stimmen bei einer Umfrage unter dem Publikum eines Bürgerdialogs über die neue innerstädtischen Parkanlage waren drei Viertel positiv. Auch Stadtheimatpfleger Hans Steidle und Jörg Töppner, Sprecher des Aktionsbündnisses "Grüner Platz am Theater", waren voll des Lobes für die vorgestellten Pläne.

Die Anwesenden konnten mit roten Klebepunkten ihre Meinung sagen

Die Anwesenden konnten mit roten Klebepunkten ihre Meinung sagen: Gut 30 davon landeten in den Feldern der Kategorie "sehr gut" und "gut". Neun Teilnehmer der Veranstaltung sahen "einigen Verbesserungsbedarf, nur zwei gefiel der Entwurf des Gartenamts überhaupt nicht. Das größte Lob kam von Hans Steidle, der alle Entwicklungen in der Stadt grundsätzlich kritisch begleitet: "Ich kann es mir nicht besser vorstellen", sagte der Stadtheimatpfleger: "Es wurde eine sehr gute Zusammenführung der relevanten Aspekte erreicht. Mein Kompliment für diesen Entwurf."

"Mein Kompliment für diesen Entwurf."
Hans Steidle - Stadtheimatpfleger

Auch die Initiatoren des erfolgreichen Bürgerbegehrens, bei dem sich eine Mehrheit für die Umwandlung des Platzes in eine Parkanlage ohne darunter liegende Tiefgarage ausgesprochen haben, sind mit dem vorgelegten Entwurf sehr zufrieden: "Es hat sich gelohnt, darauf können wir als engagierte Bürger stolz sein", sagte Jörg Töppner.

Aus dem früheren Parkplatz zwischen AOK-Gebäude und Theaterstraße sollen künftig vier Pflanzinseln mit mehr als 20 Großbäumen rund einen halben Meter aus der Oberfläche herausragen. Eingefasst werden sie mit Betonrändern, die auch als Sitzgelegenheiten dienen sollen. In der Mitte soll es zwei begehbare Wasserflächen geben, außerdem ist eine großzügige Blickbeziehung zum Mainfranken Theater auf der anderen Straßenseite vorgesehen. Bis auf das von den Bürgern mit großer Mehrheit gewünschte Bratwursthäuschen werden alle Infrastruktur-Elemente - wie zum Beispiel die Steuerung der Wasserelemente – außerhalb des Parks am Rand platziert.

Gartenamtsleiter Helge Bert Grob stellte die verschiedenen Pflanzen vor

"Wir haben versucht, alle Punkte aus dem engagierten Dialog vor einem Jahr in unserem Entwurf zu berücksichtigen", sagte Umweltreferent Wolfgang Kleiner, der durch die zusätzlichen innerstädtischen Grün- und Wasserflächen eine Verbesserung des Mikroklimas erwartet. Gartenamtsleiter Helge Bert Grob stellte die verschiedenen Pflanzen vor, die den Faulhaber-Platz künftig zu einer grünen Oase mitten in der Innenstadt machen wollen und sprach dabei von einem "Blüh-, Duft- und Farberlebnis von Januar bis Dezember".

Abstimmung mit Klebepunkten: Die positiven Stimmen waren deutlich in der Überzahl.
Abstimmung mit Klebepunkten: Die positiven Stimmen waren deutlich in der Überzahl. Foto: Patrick Wötzel

Die Kritiker des Entwurfs, der die Grundlage für die Detailplanung eines noch zu beauftragenden Architekturbüros sein soll, bemängelten unter anderem die fehlende Toilettenanlage. Helge Bert Grob erinnerte in diesem Zusammenhang an das Votum im Bürgerdialog vor einem Jahr: "Klarer Auftrag war, Infrastrukturelemente möglichst aus dem Platz herauszuhalten." Eine Zuhörerin wünschte sich Bänke an Stelle der bisher nur vorgesehenen Sitzgelegenheiten an den Rändern der vier Pflanzinseln: "Es sollte bequemer und gemütlicher werden."

Auch der Belag für die Wege und seine Wasserdurchlässigkeit war ein Thema

Auch der Belag für die Wege und seine Wasserdurchlässigkeit war ein Thema – Regenwasser sollte versickern und im Boden gespeichert werden können, lautete eine Forderung. Das sei vor der Detailplanung des Platzes bewusst offen gelassen worden, antwortete Grob: "Das Thema ist aber von zentraler Bedeutung und muss intensiv diskutiert werden."

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