HÖCHBERG

Bürgerinitiative „Höchberg Leiser!“ gegründet

Der Vorstand der neu gewählten Bürgerinitiative „Höchberg Leiser!“ (von links): Kassierer Frederik Leclerq, erster Vorsitzender Sven Winzenhörlein mit Lärmkarte, zweite Vorsitzende Sarah Schönbrodt-Stitt und Schriftführer Ludwig Weigand. Foto: Bürgerinitiative

Im Haus der Vereine im Winterleitenweg trafen sich Bürger zur Gründung der Bürgerinitiative „Höchberg Leiser!“. Als Versammlungsleiter wurde Michael Wenzel bestimmt. Er stellte die Ziele der Bürgerinitiative vor.

Da allen Beteiligten die Gesundheit der Menschen in Höchberg wichtig ist, wehre man sich gegen die immer stärker werdende Lärmbelastung, insbesondere durch den stetig zunehmenden Verkehr. Lärm belästige und mache krank, so eine Feststellung am Abend.

Das notwendige Maß

Primäres Ziel sei es, den Lärm des Straßenverkehrs wirksam auf das absolut notwendige Maß zu reduzieren. Erreicht werden soll dies mit Geschwindigkeitsreduzierungen, Verkehrsvermeidung, baulichen Maßnahmen, Bepflanzungsmaßnahmen und ähnlichem.

Weiteres Ziel sei es, für alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner einen flüssigen, stress- und gefahrenfreien sowie sicheren Verkehr auf allen Straßen in Höchberg, einschließlich der Bundesstraßen, zu erreichen. Man erhoffe sich damit eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität für alle Betroffenen.

Während innerhalb des Ortes viele bauliche Verbesserungen und dadurch verbundene Geschwindigkeitsreduzierungen zu verzeichnen sind, habe sich auf der Ortsdurchfahrt B 8/27 und nach den Ortsausgängen Richtung Würzburg und Waldbüttelbrunn seit Jahren kaum etwas Positives getan.

Die Situation an den Höchberger Ortsausgängen, wo auf den kurzen Teilstücken mit 70 Stundenkilometern beziehungsweise 100 Stundenkilometern gefahren werden darf, führe zu unnötigem und teilweise exzessivem Beschleunigen, so die Initiative. Bei nur geringem Zeitgewinn führe dies zu unnötigem Lärm, Drängeln und Stress; zudem seien Geschwindigkeitskontrollen selten. Auf Basis von 70 Stundenkilometern plus gesetzlicher Toleranz kann auch keine wirksame Verbesserung erreicht werden.

Der Leistengrund ist zwar nicht de jure, aber de facto eine geschlossene Bebauung, eine Durchfahrt mit 70 Stundenkilometern (plus X) ist so nicht weiter zu akzeptieren, stellte die BI fest. Deshalb soll dieser Bereich der erste Schwerpunkt der Arbeit der Bürgerinitiative sein. Weitere werden folgen. Als nächsten Punkt verabschiedeten die Gründungsmitglieder mit ihrer Unterschrift die Satzung. Dadurch wurde die Bürgerinitiative formell gegründet und es konnte der Vorstand gewählt werden. Mit jeweils einer Enthaltung wurden die Höchberger Sven Winzenhörlein zum ersten Vorsitzenden, Sarah Schönbrodt-Stitt zur zweiten Vorsitzenden, Ludwig Weigand zum Schriftführer und Frederik Leclerq zum Kassierer gewählt.

350 Unterschriften gesammelt

Wie geht es nun weiter? Der Gründung der Bürgerinitiative vorausgegangen ist eine Unterschriftensammlung von Frederik Leclerq und anderen mit dem Ziel, das Tempolimit im Leistengrund auf 50 km/h zu reduzieren.

Gesammelt wurden bereits mehr als 350 Unterschriften von betroffenen Anwohnern. Die sollen nun umgehend an die zuständigen Behörden übergeben werden.

Die weiteren Schritte werden in der nächsten Versammlung der Bürgerinitiative am 10. Januar 2018 um 19.30 Uhr im Vereinszimmer des Hauses der Vereine, Winterleitenweg 2 in Höchberg, besprochen. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind dazu eingeladen. Ein Beitritt zur Bürgerinitiative ist jederzeit möglich. Fragen beantworten die Vertreter der Initiative.

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