UNTERPLEICHFELD

Bürgerinitiative fordert Machbarkeitsstudie

Im Oktober 2013 wurde in Unterpleichfeld die „Bürgerinitiative Verkehrsberuhigung und Ortsumgehung B 19“ gegründet, die es sich als langfristiges Ziel gesetzt hat, eine Ortsumgehung für die Dörfer Unterpleichfeld, Bergtheim, Opferbaum und Eßleben zu erreichen. „Auch wenn ein möglicher Bau erst in ferner Zukunft erfolgen kann, ist es aus unserer Sicht wichtig, bereits heute planerisch die ersten Schritte einzuleiten“, vertritt Sprecher Michael Wild die Position der Bürgerinitiative.

Viele Aktionen

Mit Plakaten, Demonstrationen, Info-Versammlungen und unzähligen Gesprächen mit Behördenvertretern und Abgeordneten macht die Bürgerinitiative seit ihrer Gründung massiv und unablässig auf ihr Problem aufmerksam. Das Verkehrsaufkommen ist den Anwohnern eindeutig zu hoch und der Lkw-Verkehr soll ganz aus den Dörfern verschwinden. Zudem seien die Straßenabschnitte bei Sperrungen auf der A 7 etwa durch Unfälle als Umleitungsstrecken ausgewiesen.

Die Bürgerinitiative geht nicht davon aus, dass durch den sechsspurigen Ausbau der A 7 zwischen Werneck und Biebelried eine nennenswerte Entlastung auf der B 19 eintreten werde. Diese Position vertritt jedoch die Bayerische Staatsregierung und mit ihr Staatssekretär Gerhard Eck, einer der wichtigsten Gesprächspartner der Bürgerinitiative.

Die B 19 im nördlichen Landkreis Würzburg und in Eßleben habe aufgrund der quasi parallel verlaufenden Autobahn „keine verkehrspolitische Bedeutung“. Deshalb hatte der Freistaat im Frühjahr dieses Jahres eine Machbarkeitsstudie abgelehnt, obwohl der Kreistag in seiner Sitzung vom 9. Januar 2014 beinahe einstimmig einen diesbezüglichen Antrag beschlossen hatte (wir berichteten). Aktuell bestünde hierfür keine Notwendigkeit und das Staatliche Bauamt in Würzburg sei mit den Planungen anderer Projekte in der Region stark ausgelastet, so Eck.

In ihrer Forderung nach einer Machbarkeitsstudie zu einer großräumigen Ortsumgehung wird die Bürgerinitiative von den Landtagsabgeordneten Dr. Hans-Jürgen Fahn (Freie Wähler), Volkmar Halbleib (SPD) und Kerstin Celina (Die Grünen) unterstützt. Eine Machbarkeitsstudie ist Voraussetzung dafür, dass die Ortsumgehung in den nächsten Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird.

Antrag im Landtag

Die Abgeordneten Fahn und Halbleib wollen nun im Bayerischen Landtag einen fraktionsübergreifenden Antrag auf die Durchführung der Machbarkeitsstudie stellen. Dieser Antrag könne laut Fahn im Februar 2015 im Wirtschaftsausschuss behandelt werden. Die Freien Wähler wollen zudem beim Besuch ihres Vorsitzenden Hubert Aiwanger am 20. Februar in Würzburg, Prosselsheim, Unterpleichfeld und Hausen dieses Thema ansprechen.

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