UNTERPLEICHFELD

Bürgerinitiative für weniger Verkehr

Mit 70 Personen gut besucht war die Versammlung zur Gründung einer neuen Bürgerinitiative namens „Verkehrsberuhigung und Ortsumgehung Unterpleichfeld – Bergtheim – Opferbaum – Eßleben“.

Der lange Name sagt es: Bürger aus vier aufeinanderfolgenden Dörfern an der B 19 haben sich zusammengetan, um mit Nachdruck gegen den zunehmenden Verkehr zu protestieren. Kurzfristiges Ziel ist die Verkehrsberuhigung, langfristig fordern sie eine Ortsumgehung.

Vorstandsteam

65 wahlberechtigte Personen aus den vier Dörfern haben ein Vorstandsteam und Ortsbeauftragte gewählt. Vorsitzender und Ortsbeauftragter für Unterpleichfeld wurde Gemeinderat Klaus Stuntz. Als sein Stellvertreter und Ortsbeauftragter für Opferbaum wurde Peter Wagner gewählt.

Beauftragter für die Öffentlichkeitsarbeit und Führung der Homepage www.ortsumgehung.info ist Michael Wild aus Unterpleichfeld. Sein Bruder und Gemeinderat Robert Wild hat den Posten des Kassiers übernommen. Ortsbeauftragte für Bergtheim und Eßleben wurden Walter Stiller und Jürgen Heinisch.

Die Versammlung war bestens organisiert mit Informationen und Technik. Anhand der Erläuterungen von Robert Wild wurde deutlich, wie sehr sich die Initiatoren mit dem Thema Ortsumgehung beschäftigt haben. In die lebhafte Diskussion um Verkehrs- und Ortsschilder, Kreisverkehr, die B 26n oder den Autobahnausbau, Flüsterasphalt, Feinstaub und Lärm mischten sich auch der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Fahn, Bürgermeister Konrad Schlier aus Bergtheim und der stellvertretende Bürgermeister Helmut Scholz aus Unterpleichfeld ein.

Trasse inzwischen verbaut

Weil es seit Jahren schon private und öffentliche Initiativen für eine Ortsumgehung gibt, konnten viele Fragen aus der Vorgeschichte und zur Stellungnahme der Polizei oder der zuständigen Ämter geklärt werden. Trassen für eine Ortsumgehung gibt es auch schon, aber die Strecken werden nicht mehr in allen Dörfern möglich sein, weil dort inzwischen gebaut wurde.

Die Bürgerinitiative hofft nun, dass ihr „gebündelter Aufschrei der Bevölkerung“ nicht mehr von den Behörden ignoriert wird. Oberstes Ziel ist es, dass die Ortsumgehung der B 19 in den nächsten Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird.

Bis dahin sind kurzfristige Ziele gesteckt worden. Flyer werden gedruckt, neue Mitglieder für den Jahresbeitrag von zwölf Euro geworben, Politiker angesprochen, Bürgerversammlungen organisiert und Unterschriftenaktionen gestartet.

Zuerst will die Bürgerinitiative den LKW-Durchgangsverkehr reduzieren. Die Strecke zwischen Unterpleichfeld und Werneck ist seit 2007 für Lastwagen über zwölf Tonnen gesperrt. Es gibt jedoch verschiedene Ausnahmeregelungen.

Ob aus Unwissenheit oder aufgrund finanzieller Interessen fahren etliche Laster zudem tagtäglich widerrechtlich auf dieser Straße. Deshalb werden bald aufklärende Gespräche mit den Speditionen beziehungsweise den verantwortlichen Stellen geführt.

Nach einer inoffziellen Zählung fahren pro Tag etwa 800 LKWs mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über zwölf Tonnen durch Unterpleichfeld und Bergtheim.

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