WINTERHAUSEN

Bürgermeister will kein Brandschutz-Gutachten

Für den Bau des neuen Trinkwasserspeichers der Gemeinde gingen acht Angebote ein. Die Arbeiten für den Neubau werden an die Firma Brand Bau vergeben, beschloss der Gemeinderat einstimmig. Die Rienecker Firma hatte mit knapp 468 000 Euro Baukosten das günstigste Angebot abgegeben.

Das nächstgünstigste Angebot lag deutlich über 500 000 Euro, informierte Bürgermeister Wolfgang Mann das Gremium, das teuerste bei rund 700 000 Euro. Nun muss noch ein statisches Prüfgutachten eingeholt werden, das „nicht so kostenträchtig“ sein wird, hofft der Bürgermeister. Ausgleichsflächen wurden auch für die Baumaßnahme gefordert. Dafür sollen 15 Speierlingsbäume direkt vor den Hochbehälter gepflanzt werden.

Überrascht hat den Bürgermeister, dass das Landratsamt für einen 200 Kubikmeter großen Wasserbehälter ein Brandschutzgutachten haben möchte. Dazu sei er allerdings nicht bereit, machte er deutlich: „Da oben ist kein Arbeitsplatz, da sehe ich keine Brandlasten und keine Brandgefahren.“

Kreisbaumeisterin Monika Becker sieht das anders: „Bei dem Wasserspeicher handelt es sich nach den Unterlagen des Planers um ein Gebäude der Gebäudeklasse 5 mit angedocktem Wartungsraum, in dem sich Menschen aufhalten können. Da müssen wir nach bayerischer Bauordnung den Brandschutz prüfen.“ Wenn es aber nur ein Behälter ist, gibt es keine Probleme, räumt sie auf Anfrage der Main-Post ein. In jedem Fall müsse jetzt die Gemeinde zur Nutzung und zum Brandschutz eine Aussage treffen.

Im Inneren des historischen Rathauses wird eine Teilsanierung stattfinden. Dazu gehören viele kleine Verschönerungsmaßnahmen, sagte Wolfgang Mann. Unter anderem wird der Boden im Bürgermeisterzimmer dem Holzboden des Vorzimmers angeglichen, Holztreppe und Geländer werden neu eingelassen und Türen und Wände neu gestrichen.

Die Arbeiten wurden mit der Unteren Denkmalschutzbehörde am Landratsamt abgestimmt, so der Bürgermeister. Einstimmig beschloss das Gremium, die Firma Wilms aus Wiesentheid mit den Arbeiten zu beauftragen. Kosten: 7120 Euro.

Folgende Rechnungen wurden angewiesen: 12 989, 21 Euro für die Inneneinrichtung des neuen Bauhofs, vor allem Regale, an die Firma Schleyer Kitzingen und 25 026, 63 Euro als Schlussrechnung für Stahlbauarbeiten am Bauhof an die Firma Uhl Würzburg.

Künftig wird es in Winterhausen keinen zweiten Fahrkartenautomaten mehr geben, gab der Bürgermeister bekannt. Das habe die DB Regio mitgeteilt. Bei der Entscheidung über den Standort waren sich alle einig, dass der Automat am Parkplatz an der Fuchsstädter Straße bleiben soll. Allerdings müsste dieser eine Beschattung erhalten, denn bei Sonnenschein könne man die Schrift nicht lesen. Manch einer habe schon sein T-Shirt ausgezogen und darüber gehalten, sagte der Bürgermeister.

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