Würzburg

CSU-Kreisvorsitzende: Es geht menschlich nicht mit Dürrnagel

Die Würzburger CSU-Führung will Willi Dürrnagel nicht mehr für die Stadtratsliste vorschlagen. Zu den Gründen meldet sich Kreischefin Christine Bötsch nochmals zu Wort.
Christine Bötsch, hier am Tag ihrer Wahl zur Würzburger CSU-Kreisvorsitzenden am 21. Mai dieses Jahres.
Christine Bötsch, hier am Tag ihrer Wahl zur Würzburger CSU-Kreisvorsitzenden am 21. Mai dieses Jahres. Foto: Fabian Gebert

Die Würzburger CSU-Spitze um Fraktionschef Wolfgang Roth und Kreisvorsitzende Christine Bötsch will Willi Dürrnagel nicht mehr für die CSU-Liste zur Kommunalwahl 2020 vorschlagen. Zur Berichterstattung dieser Redaktion meldete sich am Mittwoch Christine Bötsch nochmals zu Wort.  

In ihrer Eigenschaft als Kreisvorsitzende obliege es ihr "lediglich, eine Liste mit Vorschlägen zu unterbreiten und Herrn Dürrnagel möchte ich nicht vorschlagen", heißt es in der schriftlich übermittelten Stellungnahme. Grund dafür sei jedoch nicht, dass Dürrnagel häufig eine andere Meinung vertrete: "Menschen mit eigener Meinung haben und brauchen wir für eine konstruktive Stadtratsarbeit, das ist willkommen und gewünscht. Dass ich Herrn Dürrnagel nicht vorschlagen will, liegt allein daran, dass es in einer Fraktion auch menschlich passen muss. Es geht um ein Miteinander und darum, wie die eigenen Meinungen und Ambitionen in einem Team vertreten werden. Und da kann und soll man durchaus auch miteinander ringen und hinterfragen, das soll man sogar – im Sinne einer perfekten Lösung für Würzburg und die Bürger. Aber es muss eben ein grundsätzliches Miteinander sein und kein grundsätzliches Gegeneinander. Das bremst.“

Wie Bötsch weiter schreibt, habe Fraktionschef Roth Dürrnagel bereits vor den Listenaufstellungen von SPD und Grünen über das Vorhaben der Parteispitze informiert, "um ihm hier nichts zu verbauen". Bötsch weiter: "Üblich wäre es gewesen, erst bei der Nominierungsveranstaltung durch Vorschlag bzw. Nichtvorschlag Herrn Dürrnagel über seine Zukunft auf der Liste der CSU zu informieren. Gerade im Sinne der Fairness wollte ich, dass er diese Information frühzeitig hat, damit er auch bei den anderen Parteien/Gruppierungen vorsprechen kann." 

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