WÜRZBURG

CSU-Stadtrat La Rosa entschuldigt sich

CSU-Stadtrat Emanuele La Rosa hat sich jetzt bei der Bürgerin Claudia Görde entschuldigt.
CSU-Stadtrat Emanuele La Rosa hat sich jetzt bei der Bürgerin Claudia Görde entschuldigt. Foto: Theresa Müller

Mit dem Abzug der Eisheiligen ist auch die Eiszeit zwischen CSU-Stadtrat Emanuele La Rosa und der Bürgerin Claudia Görde beendet: Der Kommunalpolitiker räumt inzwischen nicht nur ein, sein Auto verbotenerweise auf einem Behindertenparkplatz abgestellt zu haben. Er gibt auch zu, die Würzburgerin beleidigt zu haben.

13 Tage hat er gebraucht. Dann hat sich Emanuele La Rosa Asche aufs Haupt gestreut und sich bei Claudia Görde sowohl für seinen Parkverstoß, als auch für seine „verbalen Entgleisungen“ entschuldigt. Und zwar „ausdrücklich und aufrichtig“, wie sein Anwalt Peter Möckesch in einer Mitteilung an die Redaktion betont.

Ungehalten und unangemessen reagiert

La Rosa sehe ein, dass Claudia Görde sich „vollkommen zu Recht“ darüber empört hat, dass er mit seinem Wagen am 5. Mai einen Behindertenparkplatz blockierte, schreibt Möckesch. Als die Frau ihn auf sein Fehlverhalten und seine Vorbildfunktion als Stadtrat ansprach, habe er „sehr ungehalten und unangemessen“ reagiert und sie beleidigt. Dieses Fehlverhalten, „das er sich im Nachhinein kaum zu erklären vermag“, bedauere La Rosa.

Nun ist, so Möckesch, „der Rechtsfriede wieder hergestellt“. Der Stadtrat und die Bürgerin hätten „eine Ausgleichsvereinbarung geschlossen“: La Rosa habe sich bei Claudia Görde entschuldigt und werde eine Spende an eine karitative Organisation überweisen. Im Gegenzug habe Claudia Görde die Entschuldigung angenommen. Mit der Einigung zwischen dem Stadtrat und der Bürgerin dürfte auch das Interesse an einer Strafverfolgung von La Rosa erloschen sein.

Auf Behindertenparkplatz geparkt

La Rosa hatte, wie berichtet, in der Sanderau auf einem Behindertenparkplatz geparkt, Claudia Görde hatte ihn deshalb zur Rede gestellt. Im Verlauf des Streitgesprächs wurde die Würzburgerin von dem Stadtrat beleidigt, zeigte den Kommunalpolitiker an und setzte die Würzburger CSU via deren Facebook-Seite von der Angelegenheit in Kenntnis. Ein Administrator der CSU-Seite entschuldigte sich sofort für den Vorfall.

La Rosa tat das zunächst nicht. Zwar räumte er auf Anfrage der Redaktion ein, es sei „ein Fehler“ gewesen, das Auto auf den Behindertenparkplatz zu stellen. Aber „das meiste“, was Claudia Görde in ihrem Facebook-Post geschildert habe, stimme nicht. Dann erklärte er, dass er niemanden beleidige, wenn er „vorher nicht selbst beleidigt worden sei“ – und, dass er seinen Anwalt einschalten werde.

La Rosa befindet sich in bester Gesellschaft

Claudia Görde gab gegenüber der Redaktion an, dass sie zwar „aufgebracht“ gewesen sei. Aber, anders als La Rosa, habe sie weder etwas „Vulgäres gesagt“, noch habe sie „Schimpfworte gebraucht“.

Falschparker La Rosa befindet sich übrigens in prominenter Gesellschaft. Ex-Werder-Torhüter Tim Wiese soll seinen Lamborghini in Bremen auf einem Behindertenparkplatz abgestellt haben - und zwar so blöd, dass ein 91-Jähriger nicht mehr in sein Auto steigen konnte. 20 Minuten soll der gehbehinderte Senior auf Wiese gewartet haben - und dann auch noch von ihm gestoßen worden sein.

Letzteres bestreitet der 1,93 Meter große Muskelmann. „Der Opa soll soll sich nicht so anstellen“, hat er laut der Zeitung „Welt“ gesagt. Er habe ihn nicht schubsen wollen, „sondern in den Arm nehmen, damit er sich beruhigt“. Wieses Begründung für die Wahl seines Parkplatzes: Er habe einen behinderten Jungen bei sich gehabt, dem er ein Geschenk gekauft habe. Dass niemand das Kind gesehen hat, begründet er nach Angaben der „Welt“ so: „Der war schon wieder bei seiner Mutter.“

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